The Hurt Locker (Deutscher Titel “Tödliches Kommando”) ist ein kürzlich in den USA erschienener Kriegsfilm, der sich mit dem Irakkrieg beschäftigt.

Er handelt von einem Bombenentschärfungsteam, bestehend aus drei Soldaten, und beschreibt die Erlebnisse des Selben im Irak. Neben der unruhigen Kameraführung als stilistisches Mittel, fällt vor Allem der wenig betonte Spannungsbogen auf. Es erscheint, als erzähle der Film immer wieder das gleiche Geschehen – die spannende Entschärfung von Sprengsätzen, die von irakischen Widerstandskämpfern platziert wurden – an unterschiedlichen Orten.

Diese Wiederholung erlaubt es das tägliche Leben dieser Soldaten im Irak darzustellen und zeigt was der Krieg mit den einzelnen Soldaten macht. Der Film scheut dabei nicht davor Abschreckendes zu zeigen. Sei es die Leiche eines Kindes, die mit Sprengstoff gefüllt als Bombe missbraucht wird oder das Entfernen von Blut eines erschossenen Kameraden von Patronen um sich damit zu verteidigen.

Der Film bleibt durch seine Konzentration auf den einzelnen Soldaten erfrischend unpolitisch. Der Krieg im Irak wird an keiner Stelle verteidigt und auch die Widerstandskämpfer werden nur an erstaunlich wenigen Stellen bewertet.

Die immerwiederkehrende Einblendung des Untertitels “X Tage bis zur Rückkehr des Teams Bravo” (Der Name des Bombenentschärfungsteams) gleicht einem Countdown und die immer größer werdende Verzweiflung der Soldaten zeigt eines – Sie wissen dass der Krieg sie kaputtmacht und sie wollen – so sie psychisch dazu noch in der Lage sind – nur eines : Nach Hause.

Nach langer Zeit lasse ich an dieser Stelle mal wieder von mir hören. In letzter Zeit hat sich in meinem Geekleben viel getan. Ich habe mein Langzeitprojekt “Umstellung der Technik auf Apple-Produkte” mit dem Kauf des neuen MacBook Pro 13″ abgeschlossen und bin damit sehr glücklich.

Weiterhin habe ich mir einen V-Server bei 1,2 oder 3 geklickert. In den letzten Wochen war ich unter Anderem damit beschäftigt ein Projekt umzusetzen, welches ich schon lange geplant habe. Es handelt sich dabei um ein ganz einfaches Onlinenotepad, mit dem man kollaborativ Notizen schreiben und bearbeiten kann. Um sich davon ein Bild zu verschaffen, schaut man sich das ganze am Besten unter http://notepad.leuchtetgruen.de/ an.

In diesem Blogbeitrag möchte ich darauf eingehen wie diese Anwendung entwickelt wurde und welche Probleme dabei auftraten und noch auftreten.

Der Anfang

Ganz zu Beginn steht die Idee. Man bekommt eine Idee und beginnt sie sich im Kopf immer weiter auszumalen und auszugestalten. In diesem Fall war mir klar dass es sich um ein maximal einfach zu bedienendes und schön anzusehendes Notepad handeln sollte. Was sich bei mir dann immer unmittelbar anschließt ist die Konzeption der Benutzerschnitstelle.

Dazu benutze ich GIMP – wer mit Photoshop groß geworden ist, mag dafür wohl Photoshop nutzen. Darin entwickle ich das grundlegende Userinterface mit allen Elementen, die einmal zu sehen sein sollen. Ich kann verschiedene Möglichkeiten austesten und einfach über das Zu- und Abschalten ausprobieren, was am Besten aussieht.

Ist das User Interface einmal grafisch entwickelt folgt der Gedanke, wie dieses in die Webanwendung übernommen werden kann. Hier wurde festgelegt, dass das Korkboard als eigene Grafik den Hintergrund bilden soll und sich das Notepad stets in der Bildschirmmitte befinden soll. Es soll nicht skalieren um eine feste Größe des Textfeldes für die Texteingabe zu garantieren. Auch der Speichern-Button wurde als eigene Grafik abgespeichert um ihn gegebenenfalls ein- oder ausblenden zu können. All dies geschah in einer CSS-Datei – die hier für das Betrachten an einem normalen Computerbildschirm ausgelegt war.

Erst im Anschluss daran fand tatsächliche Programmierung statt. Hier wurde auf eine klare Client-Server-Architektur geachtet. Der Client besteht dabei ausschließlich aus XHTML, JavaScript und CSS. Es wird kein HTML durch PHP o.Ä. erzeugt. Die Kommunikation mit dem Server findet über asynchrone HTTP-Requests statt. Hier verwende ich meist Protoype.JS als Framework. Die Backendlogik ist in PHP entwickelt und stellt eine API dar, deren Funktionen vom Client aufgerufen werden können.

Wo wir schon bei Frameworks sind. Es ist klar dass eine interaktive Webanwendungen meist auch Animationen enthält, die eine besser User Experience gewährleisten sollen. Um dies zu realisieren bieten sich mittlerweile zwei Möglichkeiten an. Eine Möglichkeit bieten CSS-Animations an, die mit HTML 5 in CSS einzug gehalten haben. Da HTML 5 jedoch noch kein weit gelebter Standard ist, wurde jedoch der Weg gewählt Animationen mit Hilfe des JavaScript-Frameworks Scriptaculous zu erstellen.

So wurde eine einfache, interaktive und hoffentlich ansprechende Webanwendung konzipiert und implementiert. Wie man sich denken kann passiert das nicht ohne Probleme.

Probleme

Es ist erstaunlich in wieviele Probleme man bei solch einer einfachen Anwendung laufen kann. Erstaunlich ist auch die Vielschichtigkeit der Schwierigkeiten. So ist es beim User Interface schwierig alle Browser zu bedienen. Besonders der Internet Explorer vor Version 7 kann hier noch nicht vollständig genutzt werden, da er keine Transparenz in CSS oder in PNG-Grafiken unterstützt.

Aber auch im Backend traten Probleme auf. So ist beim Versand von schon wenigen Mails mithilfe der PHP-Funktion mail(); der Server sehr schnell abgeraucht. Daher musste hier eine SMTP-Verbindung zum Mailserver von 1&1 aufgebaut werden, der dann die Mails versendet.

Wie nicht anders zu erwarten traten auch im Client Probleme auf, die im Wesentlichen an meiner eigenen Dummheit lagen. So trat öfters das Problem auf, dass Notizen leer gespeichert wurden obwohl sie es nicht waren. Der Grund hierfür war, dass die Notiz per POST über AJAX an den Server übertragen wird. Nicht beachtet wurde hier, dass ein URL-Encoding nötig ist, da sonst jedes Fragezeichen oder kaufmännisches Und als Zeichen für einen neuen Parameter gewertet wird. Aber man lernt ja nie aus

Fazit

Wie man sieht ist schon beim Entwickeln einer einfachen Webanwendung viel zu beachten und es kann viel schiefgehen. Besonders Inkompatibilitäten der einzelnen Browser (Speziell des IE) können einem Dabei viel Kopfzerbechen bereiten.

Einen günstigeren Termin hätte sich die Innenministerkonferenz nicht wählen können, um  Deutschland klar zu machen, dass die etablierten Parteien der Realität einiger Bevölkerungsgruppen – darunter auch die Jugend – nicht verstanden hat.

Was ist passiert? Die Innenministerkonferenz, die sich aus den 16 Innenministern und Innensenatoren der deutschen Bundesländer zusammensetzt und damit ausschließlich mit Parteimitgliedern der CDU, der CSU und der SPD besetzt ist, tagte heute in Bremerhaven. Dabei entwickelten sie eine Beschlussvorlage für ein Verbot sogenannter Killerspiele. Darin heißt es:

„Für Spiele, bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ist, ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot so schnell wie möglich umzusetzen.“

Wie kommt man darauf, dass man solche Spiele verbieten müsse, gehören sie doch in Form von Spielen wie Counter Strike, Battlefield (zumindest in meiner Generation) und vielen mehr zur Lebenswirklichkeit vieler ganz normaler Jungendlicher? (Zugegebenermaßen vornehmlich männlicher Jugendlicher) Die Antwort dafür liefert der Innenminister von Niedersachsen:

„Für Spiele, bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ist, ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot so schnell wie möglich umzusetzen.“

Soweit der Ist-Zustand. Betrachtet man dieses Vorhaben, so ist es ein Ausdruck dessen, dass die großen Parteien in Form von SPD, CDU/CSU und in großen Teilen auch der Linken, der Grünen und der FDP von den Lebensrealitäten einiger Bevölkerungsgruppen keine Ahnung haben, aber Gesetze machen, die einen großen Einfluss auf das Leben genau dieser Bevölkerungsgruppen hat.

Es ist für diese Parteien nicht vorstellbar, dass sich Jugendliche messen indem sie Counter Strike spielen und daraus auch Selbstbewusstsein ziehen. Es ist für sie nicht vorstellbar, dass es von der Sache her das gleiche ist auf dem Fußballplatz gegeneinander zu spielen wie im Internet gegeneinander einen Shooter zu spielen. Es geht dabei nicht um das tatsächliche Töten. In meiner Jugend haben die meisten meiner Freunde – und auch ich – diese Spiele gespielt. Einen großer Teil davon kann man als überzeugte Pazifisten bezeichnen, die nie auf die Idee kommen würden auf jemanden zu schießen.

Ihr kennt euch mit der Materie nicht aus und entscheidet anhand von Klischees und Ängsten. Das tut ihr immer häufiger. Das tut ihr aus Angst vor Terror, um Kinder zu schützen ohne vom Internet einen Schimmer zu haben und auch hier. So werdet ihr nicht gewählt. Besonders nicht mit so einer Aktion zwei Tage vor der Europawahl.  Schlimmer noch – ihr sorgt dafür, dass sich ganze Bevölkerungsgruppen von euch abwenden und sich im günstigsten Fall Kleinparteien, wie der Piratenpartei zuwenden, im schlimmsten Fall aber gänzlich von der Politik abwenden. So und am Sonntag könnt ihr euch dann über die niedrige Wahlbeteiligung wundern.

dr_dieter_wiefelspuetz[1]

Man könnte denken es wäre Satire – ist es aber nicht. Der auf dem Bild abgebildete Mann ist Dr. Dieter Wiefelspütz von der SPD. Er ist Mitglied des Bundestages und sitzt dort u.A. im Innenausschuss. Positiv bemerkenswert ist, dass er auf der Seite abgeordnetenwatch.de Fragen von Bürgern beantwortet. Da hört es aber leider auch schon auf. Beachtet man den Ton, mit dem er die Fragen beantwortet so denkt man unwillkürlich an Satire und fragt sich ob es wirklich das Mitglied des Bundestages ist, was dort ins Internet hineintrollt.

Vielleicht mal ein kleines Beispiel:

Auf die Frage hin, ob er sich mit dem Internet auskenne und beispielsweise wisse was ein bzw. das DNS (Domain Name Server oder Domain Name System) oder eine TLD (Toplevel Domain wie .de) ist antwortet er:

Sehr geehrter Herr Hipp,
was soll denn ein "Computer" sein, was soll "Internet" sein?
Ich habe diese Begriffe noch nie gehört oder gelesen. Ich stamme nämlich aus dem vergangenen Jahrtausend.
DNS, TLD, GAGA, GOGO, TRALAFITTI oder was?

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB

Auf eine Frage zum Thema Cross Border Leasing (kA worum es dabei geht – schlagt es zur Not in der Wikipedia nach), die ohne Anrede oder Grußformel gestellt wurde antwortet er einfach:

Sehr geehrter Herr Tonscheidt,
ich beantworte keine Fragen, die weder eine Anrede noch eine Grußformel
enthalten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB

Und so geht das immer weiter. Wer also mal eine lustige Mittagspause haben und seine Halsmuskulatur etwas mit Kopfschütteln trainieren möchte sollte sich mal die entsprechenden Threads auf Abgeordnetenwatch ansehen.

Viel Spaß!

Da kommt man morgens ins Büro, macht seinen Laptop an – sieht es gibt neue Updates für Winzigweich-Produkte, die man installiert hat und denkt sich nix böses.

Bei einem der Updates handelt es sich um das Service Pack 2 von MS-Office 2007. Da die großen Newssites (namentlich Heise und Golem) noch nix darüber geschrieben haben, tu ich es halt.

Also – ich hab natürlich gleich mal in die Releasenotes von MS geschaut was sie da so drinne haben. Und die Studenten von euch, die Office 2007 nutzen werden gleich breit grinsen und sich freuen.

Man kennt ja das Problem – einige Profs und Kommilitonen nutzen aus verschiedenen Gründen lieber OpenOffice.org und dann bekommt man so ein .ods-Spreadsheet und kann es nicht öffnen. Das passiert jetzt mit dem SP 2 nicht mehr. Ich mach es kurz und poste mal die (imho) wichtigsten Neuerungen:

  • Lese und Schreibsupport für OpenDocumentFormat. Das heißt Textdokumente, Spreadsheets und Präsentationen können in das Format von OpenOffice.org gespeichert werden und auch aus diesem Format gelesen werden
  • Bessere Qualität beim Export von Grafiken aus Office-Dokumenten (PowerPoint 2007 wird ja wegen seiner schönen Effekte auch gerne mal als Grafik-Tool genutzt)
  • PDF-Export (!!)

Das letztere ist besonders toll. Oft ging es mir so, dass ich Dokumente als PDF verschicken musste. Auf dem Mac oder mit OpenOffice.org kein Problem. Dort gibt es PDF-Export Built-In. Unter MS-Office gab es immer das Problem, dass man ein PDF-Druckertool installieren musste. Das wird jetzt nicht mehr notwendig sein.

Alles in Allem (nach Windows 7) wieder ein Schritt in die richtige Richtung.

Update: Peinlich aber wahr:  Das SP2 is schon seit 28. April raus. Vergesst also alles was ich gesagt hab von wegen heißer neuer Shit.

Viele Aspekte der DNS-basierten Zugriffssperrung im Internet sind in letzter Zeit diskutiert worden. Dazu habe ich mich auch schon geäußert.

Ein Aspekt, der (ich habe zumindest noch nicht viel dazu gelesen) bisher kaum Beachtung gefunden hat ist der, dass mithilfe des DNS-basierten Accessblockings Pädophilen indirekt eine Liste von Servern, die Kinderpornografie enthalten bereitgestellt wird.

Die Einträge der gefilterten DNS-Server lassen sich vergleichen mit den Einträgen solcher DNS-Server, die nicht auf Stopp-Seiten umleiten. Gibt es für einen Eintrag Diskrepanzen zwischen beiden den Ergebnissen so ist dies ein deutliches Indiz, dass es sich hier um einen gefilterten Server handeln könnte.

Ein Skript, das solche Server herausfindet könnte also folgendes für jede IP-Adresse eines Adressbereiches auf einem gefilterten und ungefilterten DNS-Server  tun.

  1. Ein Reverse-DNS-Lookup der IP-Adresse auf beiden DNS-Servern um Domains zu der aktuell überprüften IP-Adresse durchführen
    Gibt es schon hier Diskrepanzen ist diese IP-Adresse eventuell betroffen.
  2. Wiederum einen normalen Forward-DNS-Lookup der ermittelten Domains durchführen.
    Gibt es hier Diskrepanzen ist die Domain eventuell betroffen.´

So wäre es mittels eines Skriptes leicht möglich herauszufinden, auf welchen Servern nach Meinung des BKA Kinderpornografie abgelegt ist. Die weitere Arbeit, die dann noch zu tun wäre ist herauszufinden, welche Ressourcen über die gängigen Protokolle auf den Servern/dem Server hinter dieser IP zu erreichen sind und welche dieser Resourcen zu Kinderpornografie führt. So einfach(ein großteil dieser Arbeit findet schließlich automatisiert statt) könnten technisch versierte Pädophile dank des BKA und ihrer Internetprovider an Kinderpornografie gelangen.

Es stellt sich also die Frage welchen Nutzen die Maßnahme haben soll, wenn die Sperren nicht nur umgangen werden können (YouTube zeigt wie das in 27 Sekunden geht und Wikileaks stellt eine Liste von nicht filternden DNS-Servern zur Verfügung), sondern im Gegenteil noch dazu genutzt werden können um sich auf die Suche nach kinderpornografischem Material zu begeben.

Natürlich sollte man Maßnahmen gegen Kinderpornografie ergreifen. Daran besteht kein Zweifel. Ein Anpacken des Problems an der Wurzel (und sei es nur die “Internetwurzel” – also das Entfernen der Server vom Netz und das Anklagen der Verantwortlichen) wäre doch sinnvoller und weniger gefährlich für unsere Demokratie.

Manchmal verzweifelt man einfach nur wenn man die Zeitung aufschlägt. So ging es mir heute morgen als ich in der Berliner Zeitung lesen musste, dass Ärzte der CIA dabei halfen Terrorismusverdächtige zu foltern. Neben vielen anderen Dingen erinnerte ich mich wie der ganze Scheiß eigentlich anfing, der jetzt als Grund für alle möglichen Einschränkungen von Freiheiten herangezogen wird. Der Ausgangspunkt von allem waren die Terroranschläge vom 11. September 2001 – ein Tag an den ich ,wie viele von euch wohl auch, noch sehr intensive und emotionale Erinnerungen habe. Wenn man sieht wie sich Menschen aus einen über 500m hohen Gebäude stürzen, weil ihr Tod dann weniger qualvoll sein wird, geht das nicht spurlos an einem vorbei.

Umso wütender macht es mich, dass sich die Hinweise darauf, dass die Anschläge zur Bereicherung einzelner und zur Durchsetzung politischer Interessen dienen häufen.  Vor kurzem war bei Fefe zu lesen, dass Dr. Steven Jones in Zusammenarbeit mit acht anderen Wissenschaftlern Thermit (oder ein ähnliches aluminothermisches Material) in Überresten des World Trade Centers nachweisen konnte. Die Überreste wurden 10min nach dem Einsturz des zweiten Turmes, einen Tag und eine Woche nach dem 11. September eingesammelt und nun analysiert. Genaueres findet sich in dem Bericht der Wissenschaftler.

Thermit ist die Verbindung von Eisen-III-Oxid und Aluminium. Beides wird in Pulverform verwendet. Bei Eisen-III-Oxid handelt es sich um einen Hauptbestandteil von ganz normalem Rost (neben Eisen-II-Oxid und Kristallwasser). Beide Stoffe reagieren bei Zufuhr von Wärme in einer exothermen Reaktion, wobei das Eisen-III-Oxid durch das Aluminium zu Eisen reduziert wird. Dabei wird Wärme mit einer Temperatur von circa 2200°C freigesetzt. Durch die Zugabe von Schwefel und Bariumnitrat zu den beiden Stoffen entsteht Thermat, welches höhere Temperaturen erzeugt.  Um sich das ganze etwas plastischer vorzustellen kann man sich dieses Video ansehen, bei dem gezeigt wird wie Thermit neben einer Dose, einer Pfanne auch ein mehrere Zentimeter dicke Stahlplatte zerstört. Thermit wird beispielsweise beim Schweißen von Schienen oder in Waffen, die eine große Hitze freisetzen sollen, genutzt.

Bei der Reaktion entsteht (wie auch in dem Video zu sehen ist) ein nahezu weißer Rauch, der von dem deutlich dunkleren Rauch eines Kerosinbrandes – wie er bspw. bei einem Flugzeugabsturz oder dem Einschlag eines Flugzeuges entsteht – zu unterscheiden ist. Alternative Theorien zu den Vorgängen am 11. September – speziell in New York – erwähnen immer wieder aufsteigenden weißen Rauch vom Boden des WTC, noch bevor das Gebäude einstürzte und Temperaturen von über 700 Grad Celsius noch lange nach dem Einsturz der Gebäude in den Trümmern vorherrschten. Näheres zu den Grundlagen für die Zweifel an den offiziellen Erklärungen der Ereignisse des 11. Septembers finden sich u.A. in dem Video Loose Change.

Ich bin gespannt ob unsere Generation die Aufklärung der Ereignisse, die die Rechtfertigung für die Tötung von Tausenden Menschen in mehreren Kriegen, die Einschränkungen von Bürgerrechten auf der ganzen Welt diente, noch miterleben wird.

Microsofts Windows 7

März 7, 2009

Vor kurzem habe ich mein Notebook plattgemacht. Das bedeutet, dass ich alle Daten heruntergesichert habe und alle Partitionen gelöscht habe. Bevor ich das tat befanden sich auf diesem Notebook ein Ubuntu 8.10 und ein Windows Vista. Beides funktionierte mehr schlecht als recht, wobei das Ubuntu 8.10 durchaus noch benutzbar war.

Danach habe ich mir die neue Ubuntu-Version (9.04) auf den Rechner gespielt und war ab diesem Zeitpunkt (da mein Desktoprechner ein Mac Mini ist, der im Moment auch nur Mac OS X fährt) komplett windowsfrei. Mit diesem Zustand war ich auch nicht unglücklich, da Windows Vista eine echte Qual war und Windows XP nachdem man die Software installiert hat, die man brauchte nicht viel besser war.

Dennoch war mir klar, dass ich früher oder später ein Windows brauchen würde, nicht zuletzt weil ich von der Firma Dokumente bekomme, die ausschließlich mit MS Office benutzbar sind und ich nicht einsah, warum ich noch einmal Geld für die Mac-Version von Office ausgeben sollte.

Aus diesem Grund habe ich mir gestern Windows 7 heruntergeladen und auf meinem Laptop installiert um zu schauen ob ich dieses System oder zähneknirschend doch wieder Windows XP nutzen würde (Vista war aus wohl nachvollziehbaren Gründen keine Option). Nach einem Tag Benutzung ist die Entscheidung klar zu Gunsten von Windows 7 ausgefallen.

Nach dem anfänglichen Installieren der Grafiktreiber, um das man wohl nie herumkommt (weder unter Windows noch unter Ubuntu), wenn man ein Betriebssystemlayout möchte, von dem man keine schlechte Laune bekommt, war ich nach dem ersten Benutzen vor Allem von dem neuen Konzept der Taskleiste begeistert.

Man würde davon ausgehen, dass es sich dabei nur um eine kleine Änderung handelt – die Startknöpfe wurden mit den laufenden Programmen zusammengelegt und es wird nun der Name der laufenden Programme nicht mehr angezeigt, sondern nur das Symbol. Doch es steckt viel mehr dahinter. Anhand der Symbole können häufig benutzte Programme mit einem Klick schnell gestartet werden. Es ist stets erkennbar wieviele Fenster gerade zu dem Programm gehören. Diese können geöffnet, geschlossen und angezeigt werden wenn man mit der Maus erst über das Symbol des laufenden Programmes und dann über die Miniaturansicht des Fensters geht.

Auch die Performance hat sich subjektiv deutlich verbessert. Golem.de Tests zeigen zwar, dass dies bei Benchmarks nicht so stark wäre, dass es spürbar wäre (meist handelte es sich dabei um Veränderungen von ungefähr 20%) aber das Feeling ist ein anderes.

Eine Entscheidung, die auf jeden Fall zu einer positiven Experience führt ist in diesem Fall die von Microsoft bereitgestellten Produkte zu nutzen und nicht sofort Firefox, Thunderbird, etc. zu installieren. Der IE 8 ist mittlerweile wirklich benutzbar geworden, Windows Live Mail bedient sich sehr gut und diesen Blogbeitrag schreibe ich mit Windows Live Writer (ich hoffe, dass es so auf WordPress landet wie ich das will). Ob sich das Betriebssystem immer noch entsprechend gut und snappy anfühlt, wenn man ersteinmal ein paar Programme von Drittanbietern installiert hat, wird sich dann zeigen.

Als weiterer Pluspunkt ist das Windows Media Center zu nennen. Ich habe damit gestern Abend ferngesehen und es bediente sich wunderbar. Ich habe den Stick eingesteckt, das Media Center gestartet, auf TV geklickt, bin ohne große Herausforderungen dem Assistenten gefolgt und konnte Fernsehen, mit eineblendetem EPG, der Möglichkeit Sendungen aufzunehmen und allem was man sich eben so wünscht.

Natürlich gibt es auch Dinge, die mir in der Beta von Windows 7 immernoch fehlen. So ist das Startmenü immernoch eine Katastrophe. Ich habe gerade einmal gezählt und es werden einem, wenn man es aufklappt tatsächlich 23 Items zur Auswahl angezeigt. Einen schnellen Überblick kann man sich so nicht verschaffen. Noch immer beherbergt es zuletzt benutzte Dateien bunt gemischt mit Programmen und Shortcuts zu Managementfunktionen. Hier muss ein klareres Konzept her.

Da ich seit einiger Zeit nur mit dem Mac und mit Ubuntu gearbeitet habe, habe ich mich sehr an das Konzept von mehreren Desktops gewöhnt um meine Arbeitsbereiche voneinander zu trennen. So lief auf dem 1. Desktop das Schreibprogramm, die IDE und der Browser, auf dem 2. liefen Kommunikationsprogramme wie das Mailprogramm und der Instant Messenger und auf dem dritten bspw. das Musikprogramm. Auf Windows steht mir nun (ohne Zusatzprogramme von Drittanbietern) nur ein Desktop zur Verfügung, was die Übersichtlichkeit bei mehreren geöffneten Programmen sehr verringert.

Weiterhin fehlt mir immernoch eine Möglichkeit Kalender- und Adressdaten auf dem Mobiltelefon mit denen auf dem Rechner zu synchronisieren, ein Schlüsselbund, in dem alle Anwendungen ihre Passwörter und vertraulichen Daten sicher ablegen können und ein IM-Client mit dem ich sowohl MSN, als auch ICQ und Jabber nutzen kann (Aber den wird es wohl aus dem Hause Microsoft aus nachvollziehbaren Gründen auch nie geben). Diese Dinge lassen sich natürlich über diverse Drittanbieterprogramme nachrüsten.

Alles in Allem ist Windows 7 ein großer Schritt in die richtige Richtung, der das Ziel aber noch nicht vollständig erreicht, und für mich ein Grund wieder ein Windows auf dem Rechner zu nutzen.

Viele kennen das. Man schreibt ein Dokument. Dann ändert man etwas in dem Dokument, löscht bspw. einen Abschnitt,  und speichert es. Erst später fällt einem ein, dass der Abschnitt doch wichtig gewesen wäre. Man muss den Abschnitt neu schreiben. Das ist ärgerlich aber durch Backups vermeidbar.

Dieser Tatsache sind sich viele Leute auch bewusst, aber Backups zu machen ist anstrengend. Es muss eine Software gefunden werden, die das übernimmt. Sie sollte möglichst schnell arbeiten, einfach zu bedienen sein, nicht zu viel Speicher durch Backups belegen (also inkrementelle Backups machen), ohne größeres Zutun des Nutzers laufen und Backups erstellen, die auch ohne die Software selbst noch nutzbar sind. In Ermangelung solcher Software, habe ich lange Zeit keine oder nur sporadisch manuelle Backups gemacht. Seit einiger Zeit steht auf meinem Schreibtisch jedoch ein Mac Mini, auf dem Mac OS 10.5 (Leopard) läuft. Dieses Betriebssystem enthält die Backupsoftware “Time Machine“.

Es ist wichtig zu sagen, dass sie zum Betriebssystem gehört, denn das Betriebssystem enthält Optimierungen, auf die ich später noch eingehen werde, die das Erstellen von Backups softwareseitig deutlich erleichtern. Doch kommen wir ersteinmal zu der Frage, was Time Machine leistet und mit welchem Konzept sie sich dem Benutzer präsentiert.

Time Machine sichert regelmäßig alle Daten vom Mac auf eine Backupplatte. Dabei kann man angeben, dass man bestimmte Ordner auslassen möchte. Daten bedeutet in diesem Fall, dass es nicht nur Dateien sichert, sondern auch Daten, die von Programmen generiert werden, wie bspw. Adressdaten im Adressbuch. Um nun Daten aus der Vergangenheit wieder herzustellen, wählt man ein Fenster aus, in dem man die Daten, wie sie in der Vergangenheit einmal aussahen, sehen und wiederherstellen möchte. Im folgenden Beispiel, welches auch mit den unten angehangenen Bildern illustriert wird, wird dies das Adressbuch sein.

Hier wird ein fiktiver Kontakt “King Kong” mit der Emailadresse “king.kong@donkey-enterprises.com” angelegt. Im Folgenden wird die Emailadresse unbeabsichtigt geändert. Die alte Emailadresse soll wiederhergestellt werden. Dazu wird die Time Machineansicht geöffnet und es wird in der Zeit “zurückgereist”. Dann kann auf wiederherstellen geklickt werden und die ursprüngliche Adresse wird wieder in das Adressbuch übernommen.

Wer jedoch das Time Machine Benutzerinterface nicht mag kann Dateien aus der Vergangenheit auch direkt im Finder wiederherstellen. Dazu kann wie im unteren Bild dargestellt, das Volume direkt im Finder geöffnet werden. Dort liegt ein Ordner namens “backups.backupdb”, in dem sich wiederum ein Ordner mit dem Namen des Rechners findet. In diesem Ordner finden sich unter dem Zeitstempel des Backups alle gesicherten Ordner und Dateien, wie sie zu diesem Zeitpunkt aussahen. Diese Dateien können auch ganz regulär bspw. auf einen USB-Stick geschoben werden oder per Mail verschickt werden etc.

Wo wir nun schon bei den Innereien der Software angekommen sind, können wir auch noch eine Stufe tiefer schauen und herausfinden, wie Time Machine intern funktioniert. Klären wir zuerst, warum es so schnell läuft. Das was Backupprogramme normalerweise langsam macht ist die Notwendigkeit herauszufinden, welche Dateien sich geändert haben seit dem letzten Backup. Dazu kann man nach dem letzten Änderungsdatum einer Datei schauen und Prüfsummen über Dateien bilden. Beide Maßnahmen brauchen für entsprechend viele Dateien recht lange. Wie ich bereits erwähnte unterstützt das Betriebssystem Mac OS 10.5 den Backupprozess. Es bietet einen Mechanismus namens FSEvents an. Dieser Mechanismus teilt Anwendungen live mit, wenn sich eine Datei im Dateisystem geändert hat. So muss Time Machine nicht über alle zu sichernden Dateien traversieren, sondern bekommt die Liste der geänderten Dateien vom Betriebssystem.

Wie bereits erwähnt speichert Timemachine nur die geänderten Daten in jedem Backup ab. Dennoch kann in jedem Backup (auch über den Finder) auf alle gesicherten Dateien zugegriffen werden, auch wenn sie sich vom letzten zum abgerufenen Backup garnicht geändert haben. Dazu legt Time Machine Hardlinks der nicht geänderten Dateien auf die zuletzt geänderte Version an. So ist es möglich Platz zu sparen und trotzdem alle Dateien in jedem Backup verfügbar zu machen.

Mit Hilfe dieser Software ist es nun einfach und ohne viel Aufwand möglich Backups zu machen und immer verfügbar zu haben. Es ist jedoch zu erwähnen, dass als Backupplatten derzeit nur Platten benutzt werden können, die zuvor mit dem Apple-Dateisystem HFS+ formatiert wurden. So kann man Backups vom Mac unter Linux zwar nutzen (da hier der Treiber für das Dateisystem meist im Kernel vorhanden ist) unter Windows ist der Zugriff allerdings nur mit Zusatzprogrammen möglich.

Es bleibt zu hoffen, dass sich bald auch ein solches Konzept in der freien Software, also bspw. in Linux, durchsetzt.

Erstellen eines Adressbucheintrages

Erstellen eines Adressbucheintrages

Die Emailadresse des Kontaktes wurde verändert

Die Emailadresse des Kontaktes wurde verändert

Der Adressbucheintrag kann über den Wiederherstellen-Button aus der Vergangenheit zurückgeholt werden

Der Adressbucheintrag kann über den Wiederherstellen-Button aus der Vergangenheit zurückgeholt werden

Backups direkt im Finder anschauen

Backups direkt im Finder anschauen

Die Twitterer

Februar 23, 2009

Einige von euch werden es sicherlich kennen – es ist derzeit (gerade in den USA) in aller Munde. Die Rede ist von Twitter. Twitter ist ein Internetdienst, der seit 2006 besteht. Das Prinzip von Twitter ist folgendes: Jeder, der auf Twitter angemeldet ist, kann Nachrichten – sogenannte Tweets – verfassen. Diese Tweets sind maximal 140 Zeichen lang. Diese Nachrichten werden zu twitter hochgeladen und jeder kann sie lesen (von speziellen Tweets sehe ich jetzt einmal ab). Dazu kommt noch das Prinzip der Follower. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Opt-In-Prinzip. Als Twitter-Benutzer entscheidet man sich aktiv dafür wessen Tweets man lesen möchte. Und nur diese Tweets bekommt man dann angezeigt. Um die Nachrichten angezeigt zu bekommen und selbst zu twittern (also Nachrichten zu schreiben) nutzt man entweder die Twitter-Webseite oder einen sogenannten Twitter-Client, der einem stets die Tweets anzeigt, die zuletzt geschrieben wurden, oder die man noch nicht gelesen hat.

Durch die Kürze der Nachrichten ist man in der Lage viele dieser Tweets an einem Tag zu lesen ohne sich von Informationen überflutet zu fühlen. Dazu trägt auch bei, dass man nur die Nachrichten von Leuten ließt, die einen wirklich interessieren.

Worüber ich in diesem Artikel aber schreiben möchte, sind die verschiedenen Typen von Twitternutzern. Da ich bei diesem Dienst schon seit Anfang/Mitte 2008 angemeldet bin konnte ich mittlerweile vier Arten Twitterer ausmachen.

  • Die “What-Are-You-Doing?”-Twitterer
    Über dem Textfeld in das man seine Textnachrichten einträgt fragt Twitter “What are You doing?” (also “Was tust du?”). Manche Leute beantworten diese Frage und posten in Twitter, was sie gerade tun. Ein typischer Tweet eines solchen Twitterers wäre “Frühstück an einem Frühlingsmorgen”
  • Die Weblink-Twitterer
    Als Weblink-Twitterer bezeichne ich Leute, die Links zu Nachrichten, interessanten oder lustigen Dingen im Web twittern. Meist werden diese Tweets noch mit kurzen und prägnanten Sprüchen versehen. Ein typischer Post wäre Nein oder? Der IE führt JSCode in Bildern aus wenn er erkennt dass ein Bild JSCode enthält? http://tr.im/fyvy
  • Die Alltäglichkeiten und Lustige Sprüche Twitterer
    Dieser Twitterer überschneidet sich ein wenig mit dem ersten. Er twittert über Dinge die ihm passieren, allerdings geht es um weniger persönliche Dinge. Meist geht es um Kuriositäten, die zu belanglos für einen Blogpost sind oder um Sprüche, die man gerade lustig findet. Ein typischer Tweet wäre (zu ekligem Tauwetter im aktuellen Winter) “SAU: Schlimmstes Anzunehmendes Unwetter. Wenn die Soße jetzt noch gefrieren würde hätten wir ein Super-SAU.
  • Die Twitter-Info-Bots
    Gerade heute habe ich wieder einen Twitter-Info-Bot entdeckt. Die BVG (Berliener Verkehrs GeBetriebe) posten in Twitter ihre aktuellen Verkehrsmeldungen über Störungen in ihrem Netz. Heise und Spiegel Online posten die Überschriften zu ihren Meldungen mit entsprechenden Links. Ein typisch bottiger Post wäre: “Oscar 2009: Amerikanischer Traum, made in India http://tinyurl.com/c63bee

All diese Twittertypen haben ihre Berechtigung und illustrieren die unglaubliche Vielfalt, die Twitter bietet. So nutzen einige Twitter als Chat oder Kontaktbörse, andere verstehen es als Informationsmedium wie eine Zeitung und wieder andere halten sich mit Twitter darüber auf dem laufenden was ihre Freunde machen.

Wer nun mehr über dieses Medium wissen will, kann sich natürlich anmelden oder sich den 01-Podcast zum Thema anhören. Auf jeden Fall wünsche ich viel Spaß :-)