Warum die GDL streikt

Ab dem morgigen Donnerstag (6. Nov 2014) wird die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) in den längsten Streik der Geschichte bei der Deutschen Bahn treten. Das wird dazu führen, dass der Personentransport auf der Schiene in Deutschland bis Montag, also für vier Tage, stark eingeschränkt sein wird bzw. in weiten Teilen zum Erliegen kommt.

Aber warum streikt die Gewerkschaft überhaupt? Es geht auch, aber nicht hauptsächlich um mehr Geld. In den Medien wird kolportiert, es ginge um die Machtgelüste des Gewerkschaftsführers Claus Weselsky. Man geht beim Focus sogar soweit, tendentiös darüber zu berichten wo und wie er wohnt.

Um zu verstehen, warum die GDL streikt muss man wissen, dass es zwei Gewerkschaften gibt, die das Personal, dass für den Zugverkehr zuständig ist vertreten. Neben der GDL, deren 34’000 Mitglieder zu mehr als 50% Lokführer sind, gibt es auch noch die Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft (EVG), die mit ca. 210’000 Mitgliedern ein breiteres Berufsspektrum rund um die Eisenbahn vertritt.

Bei der GDL ist neben Lokführern auch anderes Zugpersonal vertreten. Es verhält sich aber so, dass die von der GDL mit der Bahn getroffenen Vereinbarungen nur für die bei ihr organisierten Lokführer gelten. Die Bahn möchte nicht mit der GDL über die Arbeitsbedingungen des restlichen bei ihr organisierten Zugpersonals verhandeln.

Die Bahn begründet das damit, dass der größere Teil des Zugpersonals bei der EVG organisiert ist und dass sie für eine Berufsgruppe nicht mehrere Tarifverträge abschließen möchte. Dabei wird sie von der derzeitigen Bundesregierung unterstützt. Diese Position will die GDL wiederum nicht hinnehmen, da es sonst für das bei ihr organisierte Zugpersonal keinen Sinn mehr macht Mitglied in dieser Gewerkschaft zu sein. Ein Wechsel allen Zugpersonals zur EVG scheint auch keine Option zu sein, da diese Gewerkschaft seitens der GDL oftmals als zu verhandlungsschwach gegenüber der Deutschen Bahn kritisiert wird.

Und so streiten Bahn und Gewerkschaft der Lokführer seit Wochen darüber, ob die GDL das bei ihr organisierte Personal in Verhandlungen vertreten darf oder nicht.

Eines noch – da die Streiks zu großen Unannehmlichkeiten führen und somit die Gemüter (auch meines )erhitzt werde ich unter diesem Beitrag nur solche Kommentare freischalten, die nicht dazu dienen Position in diesem Streit zu beziehen. Ich hoffe, ihr versteht das.

Update: Hier gibt es noch Informationen zu dem fragwürdigen Gebahren einer der EVG-Vorgängergewerkschaft Transnet.

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Briefportoentwicklung und Inflation

Die Post möchte zum Jahr 2015 mal wieder ihr Porto um 2 Cent erhöhen. Gefühlt hat sie das in letzter Zeit sehr häufig gemacht. Zumindest hatte ich jedes mal wenn ich einen Brief verschicken musste das Gefühl mehr als beim letzten Mal bezahlen zu müssen. Dafür fehlten mir allerdings die Zahlen.

Diese Zahlen möchte ich dank dieser Quelle nachreichen:

Jahr Preis in Eur Preis in DM
bis 1997 0.51 1.00
ab Sept 1997 0.56 1.10
2003 0.55
2013 0.58
2014 0.60
2015 0.62

Man sieht also dass die Post im letzten Jahr die Preise sehr häufig angehoben hat. Wie sieht das aber über die Jahrzehnte gerechnet aus? Und wie sieht es aus wenn man die Inflation dagegen hält?

Jahrzehnt Briefporto Inflation
1990er +10% +29%
2000er -1,7% +17%
2010-2015 +12,7% +8%

Nun kann man feststellen dass die Preisentwicklung des Briefportos in diesem Jahrzehnt deutlich über der Inflation liegt. Allerdings muss man auch feststellen, dass sie in den letzten beiden Jahrzehnten bedeutend darunter lag.

Nichtsdestotrotz ist es nervig am laufenden Bande 2ct-Briefmarken nachzukaufen um die verstreuten 58er oder 60er-Marken noch nutzen zu können. Diesbezüglich fand ich den Vorschlag von Holger Klein im Realitätsabgleich-Podcast gut, das Porto doch einfach auf 70ct anzuheben und dann zu sagen für die nächsten 5-10 Jahre ist es damit aber auch getan.

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Consolidated.db revisited

Nachdem ich ja gestern über den Sinn und Zweck der Datenbank, in dem auch die chronologischen Ortsdaten enthalten sind geschrieben habe, möchte ich das ganze noch durch ein paar neu gewonnene Erkenntnisse ergänzen.

  1. Die Daten werden nicht erhoben, wenn die Ortung in den Einstellungen ausgeschaltet ist
  2. Die Zeitdaten enthalten nur Informationen über den Tag, nicht aber über die Stunde oder noch genauere Zeitinformationen
  3. In der Datenbank sind weiterhin noch gecachte Informationen über die Standorte von gesehenen WLANs und Celltowers enthalten.

Kurz zur Methodik wie ich das ganze herausgefunden habe.  Ich habe mir das Projekt von Github gezogen ( https://github.com/petewarden/iPhoneTracker ) und in XCode geöffnet. Dann habe ich mir den Pfad zur SQLite Datei ausgeben lassen. Dazu habe ich in der Methode

– (BOOL)tryToLoadLocationDB:(NSString*) locationDBPath forDevice:(NSString*) deviceName

in iPhoneTrackingAppDelegate.m die Zeile

NSLog(@“DatabasePath : %@“, locationDBPath);

hinzugefügt. Die Datenbankdatei wird dann auf der Konsole ausgegeben. Man kann sie dementsprechend auch mit SQLite selbst öffnen und inspizieren.

Weiterhin habe ich in der selben Methode auch die Timestamps ausgeben lassen und somit festgestellt, dass an dem Tag wo ich die Ortung in den Einstellungen des iPhones ausgestellt hatte auch keine Daten erhoben wurden. Auch dass die Zeitstempel keine zu verwendende Stunde-/Minute-Information enthalten sieht man hier.

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Consolidated.db

Mal kurz – das halbe Internet regt sich ja derzeit darüber auf, dass Apple ein Log über Bewegungsdaten auf dem iPhone führt. An anderer Stelle wurde ja schon darüber geschrieben, dass diese Daten das Telefon  nicht verlassen.

Bleibt die Frage wozu die Datei da ist? Das beantwortet sich sehr simpel. Der Pfad der Date ist:

/private/var/root/Library/Caches/locationd/consolidated.db

Sie liegt in /Library/Caches – also geht es darum die Location des Benutzers zu cachen d.h. zwischenzuspeichern, z.B. damit nicht jedes mal eine GPS-Abfrage gestartet werden muss, wenn eine App den Standort eines Benutzers abfragt. Wenn die Ortsinformation noch annähernd aktuell ist (kA was dort der Karenzzeitraum ist) kann sie aus dieser Datenbank genommen werden.

Die Aufregung ist also umsonst.

Update: Ich habe mir nochmal genauer angeschaut was wann gespeichert wird. Kurzfassung – Man kann die Speicherung unterbinden, indem man Ortungsdienste in den Einstellungen des iPhones deaktiviert. Mehr dazu hier https://kenny1987.wordpress.com/2011/04/22/consolidated-db-revisited/

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Neue iPhone App – Coming soon

Kurze Durchsage – Ich werde demnächst eine neue iPhone App auf den Markt bringen und suche dafür noch Betatester. Wer also ein iPhone (oder iPod touch) hat und gerne Betatesten möchte – die Kommentare sind euer. Hinterlasst am besten eine Kontaktmöglichkeit.

Mehr zur App seht ihr hier : http://galleriesapp.com/

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EiPhone-Killer zu verkaufen

Heute will ich mal was loswerden – bessergesagt meine Freundin möchte was loswerden – und zwar ihr Android Handy Motorola Milestone.

Vielleicht mal kurz was zum Telefon selbst. Es wurde im April 2010 gekauft und ist somit noch sehr neu, und hat kaum Gebrauchsspuren. Dass es vollkommen funktionstüchtig ist, versteht sich von selbst. Es hat selbstverständlich weder einen SIM- noch einen Netlock und kann also mit allen SIM-Karten in allen deutschen Netzen genutzt werden.

Das Milestone läuft auf Android von Google und hat somit Zugriff auf den AppStore von Google, so dass man Dienste wie Twitter, Facebook, StudiVZ und Co auch von unterwegs nutzen kann. Auch Spiele, Todo-Apps und alles mögliche mehr gibt es im AppStore. Es kann Fotos und Videos aufnehmen und auch Audioaufnahmen machen und natürlich auch Fotos, Video, Audio und Co wiedergeben – auch aus dem Web.

Es hat weiterhin eine 5 Megapixel Kamera mit der man prima Fotos schießen kann. Wichtig ist noch dass es eine aufschiebbare Tastatur hat, so dass man zwar auf dem Display tippen kann, das aber nicht muss – was gerade bei längeren Texten gut ist.

Was ihr sonst noch zum Milestone allgemein wissen wollt findet ihr bei Motorola auf der Herstellerseite:

http://www.motorola.com/Consumers/DE-DE/Consumer-Products-and-Services/Mobile-Phones/Motorola-MILESTONE-DE-DE

So das wars erstmal zum Milestone allgemein.

Zu dem Gerät, was wir hier haben gehört noch eine Docking-Station dazu. Diese dient dazu das Gerät mit dem Rechner zu verbinden, zu laden und es geschützt abzustellen. Stellt man das Milestone in die Docking-Station wird ein Bildschirm mit der Uhrzeit, Wetterinformationen und vielem mehr angezeigt.

Weiterhin gehört noch eine 8GB SD-Speicherkarte zum Speichern von Fotos, Videos und MP3s dazu. Auch ein Ladekabel mit zusätzlichem USB-Anschluss gehört natürlich dazu (siehe Foto). Das Ladekabel kann man also auch als USB-Kabel benutzen oder einfach an die Steckdose anschließen.

Das ganze Zubehör ist natürlich Originalzubehör und nicht vom freundlichen Elektrochinesen an der Ecke.

Wenn ihr Interesse habt meldet euch einfach unter

info@leuchtetgruen.de

Jetzt noch ein paar Fotos:

Das Milestone

Das Milestone

Das Milestone mit Docking-Station und Verpackung

Das Milestone mit Docking-Station und Verpackung

Der Star des Abends in der Docking-Station

Der Star des Abends in der Docking-Station

Milestone mit Ladekabel und Docking-Station

Milestone mit Ladekabel und Docking-Station

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Der Mac-Mini als Homeserver

Vielleicht kennt ihr das Problem. Man möchte seine Medien überall und immer konsumieren können – ohne lästiges Hin- und Herkopieren. Kein Problem eigentlich – packt man es halt auf einen Server. Wenn es doch nur so einfach wäre.

Ich bin mittlerweile so weit dass ich die für mich wichtigen Medien Audio und Video jederzeit und überall konsumieren kann. Wie geht das?

Video

Ich habe eine Sammlung an Serien bei mir zu Hause auf dem Mac Mini und möchte Sie überall in der Wohnung am Fernseher oder iPhone und auch unterwegs konsumieren können. Der Schlüssel zum ganzen ist das iPhone und ein Programm namens AirVideo.

AirVideo wandelt alle Videos on Demand (das heißt dann wenn man sie schauen möchte) in ein Format um, das Apples Geräte abspielen können und gibt sie dann per Netzwerkstream an diese Geräte weiter. Mit diesem Programm als Server auf meinem Mac kann ich also alle Videos die dort gespeichert sind auf meinem iPhone sehen.

Soweit so gut – doch das ist meist nicht unbedingt das was man will. Eigentlich will man die Sachen auf dem Fernseher schauen. Auch das ist kein Problem. Wir haben zwei Fernseher – einen alten Röhrenfernseher und einen modernen Flatscreen. Beide kann man über Composite oder Komponentenkabel bespielen. Und wie es der Zufall so will kann das iPhone (und auch die anderen Devices) seinen Ton und sein Video per Composite oder Komponentenkabel an ein angeschlossenes Gerät ausgeben. Dazu braucht man noch ein Zusatzkabel, was man aber in jedem Mediamarkt kriegen sollte.

Nun kann ich also auf meinen iDevices und dem Fernseher meine Serien schauen, die lokal auf meinem Mac Mini liegen. Wie das ganze auch unterwegs geht beschreibe ich am Schluss.

Audio

Für Audio ist das ganze etwas kniffliger. Ich würde mir wünschen, dass es etwas ähnliches (undzwar auch in ähnlicher Qualität) wie AirVideo für Audio geben würde. Gibt es aber nicht. Also musste ich selbst Abhilfe schaffen.

Mac OS X bringt  einen Webserver vorinstalliert mit (einen Apache) mit. Abgekürzt ist der Weg also ganz einfach – per Symlink linkt man sich seine Musikordner in die Webfreigabe und kann dann per HTTP mit jedem Gerät was in der Lage ist MP3s und Co abzuspielen darauf zugreifen. Im Detail muss man noch ein wenig konfigurieren, damit der Apache Symlinks verfolgt. Dazu kam noch, dass ich auch die Titelbilder der Musikstücke bzw. Hörspiele angezeigt haben wollte und wenn mehrere Stücke zu einem Album gehören wollte ich diese als Playliste hintereinander abspielen können. Mit einem selbstgeschriebenen PHP-Websitechen ist mir das letztendlich auch gelungen.

So habe ich nun über den Browser stets Zugriff auf all meine MP3s und Hörspiele ohne etwas hin und herkopieren zu müssen.

Unterwegs

Wie ich erwähnt habe kann ich all das nicht nur machen wenn ich im heimischen Netzwerk bin sondern auch wenn ich unterwegs bin und die Lösung dafür ist ganz einfach. Sie lautet VPN. Es gibt die schöne Software iVPN für den Mac, die einem mit wenigen Klicks einen VPN-Zugang beschert. Ein VPN bringt ein Zielgerät, welches ganz wo anders sein kann, in das heimische Netzwerk (mal kurzgefasst).

Um den Mist mit den wechselnden IP-Adressen zu umgehen kann man entweder DynDNS nutzen oder sich selbst was stricken (wie ich es hier schonmal beschrieben habe).

Mit diesem Setup habe ich also von überall Zugriff auf meine Mediendateien die zu Hause auf meinem Rechner schlummern und bin damit glücklich und freue mich dass das ganze unter Mac OS X so einfach ging.

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Dauerhafte Zahlung auf Paypal abbrechen

Auf Paypal kann man dauerhafte Zahlungen, auch Abonnement-Zahlungen genannt, einrichten. Damit erlaubt man jemandem ohne eigenes Zutun weitere Abbuchungen vom Paypal-Konto zu tun.

Facebook bietet dies z.B. als einzige Zahlungsoption im Zusammenhang mit Paypal für das Schalten von Werbeanzeigen auf Ihrer Seite an. Leider buchen sie dann mehr ab, als sie sollten (so war es bei mir zumindest.)

Paypal macht es einem reichlich schwer diesen Dauerauftrag zu stornieren. Falls ihr das tun wollt müsst ihr folgendes tun:

  • In „Übersicht“ auf „Alle Transaktionen anzeigen gehen“
  • Bei einer Abbuchung von der betreffenden Partei auf Details klicken
  • Im oberen Bereich wird euch angezeigt, dass die betreffende Partei dauerhaft Abbuchungen vornehmen kann
  • Dort klickt ihr auf Abbrechen
  • Dann kann von dieser Partei keine weitere automatische Abbuchung vorgenommen werden

Reichlich kompliziert oder? Ich hätte dafür eigentlich gerne einen eigenen Menüpunkt oder zumindest eine Erwähnung in der Hilfe.

Vielleicht hilft euch das, falls ihr in ähnliche Probleme mit Abonnementzahlungen lauft wie ich.

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Toller iOS-Winterzeit-Bug

Ich schätze mal dass so ca 5% der Bürobelegschaft heute ca 1h zu spät kommen wird. Heute ist der Montag nach der Sommer-zu-Winterzeitumstellung. Diese 5% werden wohl ein iPhone oder iPod touch mit Software-Version 4.1 besitzen und sich normalerweise davon wecken lassen.

Während die Uhr in erwähnten Geräten mitbekommen hat, dass die Zeit eine Stunde zurückgestellt wurde, hat der Wecker das nicht. Daher klingelt er eine Stunde später.

Das fscklog berichtet dass das nur passiert wenn man vor der Umstellung eingestellte Alarme übernimmt. Deswegen habe ich gestern Abend extra noch einen neuen Alarm eingestellt – Pustekuchen. Der Mist funktioniert einfach nicht. Generell. Auch WordPress ist gerade der Meinung es sei 1h früher.

Das erinnert mich daran, morgen einen Wecker eine Stunde früher zu stellen und in meine WebradioFMiPhoneApp, die eigentlich zum Radiohören auf dem iPhone dient auch einen Radiowecker einzubauen.

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