Voll friedlich diese Bürgerbewegung Marzahn

Blutzeugen? Das klingt aber nicht sehr friedlich

Blutzeugen? Das klingt aber nicht sehr friedlich

Ein gewaltvoller Umsturz muss her - das ist den Kommentatoren klar.

Ein gewaltvoller Umsturz muss her – das ist den Kommentatoren klar.

Nach dem Umsturz wird Deutschland dann sehr sauber sein.

Nach dem Umsturz wird Deutschland dann sehr sauber sein.

Auch für die Flüchtlinge hat man konkrete Vorstellungen

Auch für die Flüchtlinge hat man konkrete Vorstellungen

Dieser Kommentator möchte Politiker aus dem Fenster stürzen

Dieser Kommentator möchte Politiker aus dem Fenster stürzen

Mit der Presse wird auch nicht zimperlich umgegangen

Mit den Medien wird auch nicht zimperlich umgegangen

Den Medien wird auch offen Gewalt angedroht

Den Medien wird auch offen Gewalt angedroht

Und wenn Gewalt nicht reicht dann eben Mord

Und wenn Gewalt nicht reicht dann eben Mord

Ein Grund für einen Mord kann auch einfach sein, dass jemand Asylbewerber ist.

Ein Grund für einen Mord kann auch einfach sein, dass jemand Asylbewerber ist.

Leider redet er nicht von seinen Mitkommentatoren

Leider redet er nicht von seinen Mitkommentatoren

 

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Die Nazibürger planen die undemokratische Machtübernahme

Im Berliner Stadtteil Marzahn soll eine Flüchtlingsunterkunft gebaut werden. Dagegen gehen – wie zu erwarten war – die Nazis auf die Straße. Sie kommen aber nicht alleine. Sie haben es, indem sie so tun als ob sie ganz normale unpolitische Bürger sein, geschafft einen Teil eben dieser ganz normalen unpolitischen Bürger mit auf die Straße zu holen. Sie nennen sich dann „Bürgerbewegung Marzahn“.

Ich bin seit einigen Tagen auf der Facebookseite dieser Bürgerinitiative aktiv und lese die Posts mit und kommentiere teilweise. Ich tue das um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, da ich glaube, dass ein Dialog ist wichtig. Dabei bringe ich nach Möglichkeit Fakten und Zahlen einfach verständlich ins Gespräch um etwas gegen die gezielte Desinformation und Angstmache vor Flüchtlingen die dort stattfindet zu tun.

Wenn man die Posts der Veranstalter der Bürgerinitiative ließt, zeigt sich jedoch dass es ihnen eigentlich nicht um Flüchtlingsheime geht – es geht ihnen viel mehr um die Übernahme der Macht in Deutschland durch Proteste auf der Straße. Als Vorbild haben sie sich den Umsturz 1989 in der DDR genommen. 

Das ist auch der Grund warum „Wir sind das Volk“ gerufen wird. Eindeutigere Hinweise auf die Pläne als diesen Ruf bieten die Posts der sogenannten „Bürgerbewegung Marzahn“:

So zu lesen am 11. Dezember

Die vollkommen unpolitische „Bürgerbewegung“ will also die Leute mobilisieren für ihre Zwecke auf die Straße zu gehen und arbeitet dafür an Konzepten.

Die initiale Vermutung der Kommentatoren ging nach diesem Post dahin, dass es in Richtung eines Wahlaufrufes für die auf den „Bürgerdemos“ vertretenen Parteien (also NPD, Die Rechte und teilweise auch AfD) handelte. Das wurde aber verneint. Stattdessen gab es diese recht klare Aussage:

Diese Posts belegen – auch wenn es nicht direkt genannt wird – ziemlich klar was der eigentliche Plan dieser „Nein-Zum-Heim“-Bewegungen und vermutlich auch der WaDeHaDeDuDeDah-Demos ist.

Sie wollen nichts anderes als das undemokratische und politikverdrossene Potential in der Republik bündeln, hinter sich auf die Straße bringen um so die Macht an sich reißen. 

Da freut man sich doch dass diese Bewegungen nicht vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Was kann man nun aber tun, damit diese dystopische Vision nicht Realität wird? Was hilft ist denke ich, ebenfalls mit den Leuten zu reden, die die Nazibürger mobilisieren wollen. Das kann man – wenn man solche Leute im eigenen Umfeld hat – durch persönliche Gespräche tun oder aber durch ganz sachliches Teilnehmen an den Diskussionen auf Facebook. Was – wenn man selbst aus der Gegend kommt – natürlich auch immer hilfreich ist, ist der Besuch der Gegendemonstrationen oder -kundgebungen.

Update: Die „Berliner-Bürgerinitiativen“ (sic!) werden jetzt selbst auch deutlicher was sie eigentlich wollen. Sie haben ein Positionspapier erarbeitet. Darin distanziert man sich von den Demokraten und bezweifelt, dass ein Wandel „in diesem (politischen) System“ möglich ist.  Man distanziert sich auch von keiner politischen Kraft – ausdrücklich auch nicht von der NPD oder anderen Nazi-Parteien. Ohnehin gibt es auch gut dokumentierte personelle Überschneidung zwischen Bürgerbewegung Marzahn, NPD und der rechtsextremen Partei „Die Rechte“.

Die Bürgerinitiative Marzahn gibt weitere Ausführungen zu dem Positionspapier in denen es heißt „Das heißt nicht zwangsläufig, dass wir hier eine gewalttätige Revolution lostreten wollen“. Wohlgemerkt steht dort „Das heißt nicht zwangsläufig“ was in anderen Worten bedeutet, wahrscheinlich wollen wir genau das, wenn sich nicht ein anderer Weg findet.

BI-Marzahn-will-nicht-zwangsläufig-eine-gewalttätige-Revolution

Warum werden die nochmal nicht vom Verfassungsschutz beobachtet?

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Themenwoche „Toleranz“ bei der ARD

Bei der ARD gibt es vom 15. bis zum 24. November eine Themenwoche zum Thema „Toleranz“. Dabei soll das Thema Toleranz in unserer Gesellschaft diskutiert werden. Ziel der ARD ist es wahrscheinlich, die Toleranz gegenüber Bevölkerungsgruppen die derzeit unter Intoleranz leiden zu stärken.

Dabei geht man allerdings – mit Wohlwollen gesagt –  reichlich ungeschickt vor, wie diese Poster zur Themenwoche zeigen.

Quelle Bayrischer Rundfunk auf BR.de

Hierbei wird der Fehler gemacht, die Thematik so darzustellen, dass man beide Standpunkte ernsthaft diskutieren und damit auch vertreten kann. Dass es also ein akzeptabler Diskussionsstandpunkt ist, Flüchtlinge (oder gar farbige generell) ausschließlich als Belastung anzusehen.

Besonders schwierig sind die Diskussionsstandpunkte zum Thema Homosexualität. In einem Artikel vom hessischen Rundfunk heißt es dazu im Anreißertext provokativ:

Ist sich das knutschende schwule Paar in der U-Bahn eigentlich bewusst, wie viel Toleranz es seinen Mitreisenden abverlangt?

Hier zeigt sich das ganze Dilemma. Es wird als normale und diskussionswürdige Position hingenommen, dass es Toleranz fordert, zugegen zu sein, wenn sich zwei Männer küssen. Würde man das gleiche über ein heterosexuelles Paar sagen, würde man denken man befände sich in den Moralvorstellungen des Mittelalters.

Auch die Frage „Normal oder nicht normal“ auf dem zweiten Plakat ist die vollkommen falsche – sie ist sogar kontraproduktiv. Es ist vollkommen egal, ob jemand „normal“ ist oder nicht. Das sollte keinen Einfluss auf die Frage der Toleranz haben.

Hinzu kommt als genereller Kritikpunkt, dass der Begriff „Toleranz“ an sich schwierig ist. Toleranz bedeutet im Bezug auf Homosexualität z.B. nur, dass man das homosexuelle Paar nicht verprügelt sondern missmutig hinnimmt, dass sie existieren. Das kann nicht das Ziel sein.

Wichtiger wäre Akzeptanz. Akzeptanz heißt an diesem Beispiel, dass ich bewusst akzeptiere dass es andere sexuelle Identitäten als meine eigene gibt.

Das Anstoßen einer Diskussion ist der ARD also, wie man an diesem Blogbeitrag und auch zahlreichen Tweets sieht, gelungen. Dadurch begibt man sich allerdings auch in die Gefahr, inakzeptable gesellschaftliche Positionen (Homophobie, Xenophobie, …) zu stärken.

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Warum die GDL streikt

Ab dem morgigen Donnerstag (6. Nov 2014) wird die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) in den längsten Streik der Geschichte bei der Deutschen Bahn treten. Das wird dazu führen, dass der Personentransport auf der Schiene in Deutschland bis Montag, also für vier Tage, stark eingeschränkt sein wird bzw. in weiten Teilen zum Erliegen kommt.

Aber warum streikt die Gewerkschaft überhaupt? Es geht auch, aber nicht hauptsächlich um mehr Geld. In den Medien wird kolportiert, es ginge um die Machtgelüste des Gewerkschaftsführers Claus Weselsky. Man geht beim Focus sogar soweit, tendentiös darüber zu berichten wo und wie er wohnt.

Um zu verstehen, warum die GDL streikt muss man wissen, dass es zwei Gewerkschaften gibt, die das Personal, dass für den Zugverkehr zuständig ist vertreten. Neben der GDL, deren 34’000 Mitglieder zu mehr als 50% Lokführer sind, gibt es auch noch die Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft (EVG), die mit ca. 210’000 Mitgliedern ein breiteres Berufsspektrum rund um die Eisenbahn vertritt.

Bei der GDL ist neben Lokführern auch anderes Zugpersonal vertreten. Es verhält sich aber so, dass die von der GDL mit der Bahn getroffenen Vereinbarungen nur für die bei ihr organisierten Lokführer gelten. Die Bahn möchte nicht mit der GDL über die Arbeitsbedingungen des restlichen bei ihr organisierten Zugpersonals verhandeln.

Die Bahn begründet das damit, dass der größere Teil des Zugpersonals bei der EVG organisiert ist und dass sie für eine Berufsgruppe nicht mehrere Tarifverträge abschließen möchte. Dabei wird sie von der derzeitigen Bundesregierung unterstützt. Diese Position will die GDL wiederum nicht hinnehmen, da es sonst für das bei ihr organisierte Zugpersonal keinen Sinn mehr macht Mitglied in dieser Gewerkschaft zu sein. Ein Wechsel allen Zugpersonals zur EVG scheint auch keine Option zu sein, da diese Gewerkschaft seitens der GDL oftmals als zu verhandlungsschwach gegenüber der Deutschen Bahn kritisiert wird.

Und so streiten Bahn und Gewerkschaft der Lokführer seit Wochen darüber, ob die GDL das bei ihr organisierte Personal in Verhandlungen vertreten darf oder nicht.

Eines noch – da die Streiks zu großen Unannehmlichkeiten führen und somit die Gemüter (auch meines )erhitzt werde ich unter diesem Beitrag nur solche Kommentare freischalten, die nicht dazu dienen Position in diesem Streit zu beziehen. Ich hoffe, ihr versteht das.

Update: Hier gibt es noch Informationen zu dem fragwürdigen Gebahren einer der EVG-Vorgängergewerkschaft Transnet.

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Briefportoentwicklung und Inflation

Die Post möchte zum Jahr 2015 mal wieder ihr Porto um 2 Cent erhöhen. Gefühlt hat sie das in letzter Zeit sehr häufig gemacht. Zumindest hatte ich jedes mal wenn ich einen Brief verschicken musste das Gefühl mehr als beim letzten Mal bezahlen zu müssen. Dafür fehlten mir allerdings die Zahlen.

Diese Zahlen möchte ich dank dieser Quelle nachreichen:

Jahr Preis in Eur Preis in DM
bis 1997 0.51 1.00
ab Sept 1997 0.56 1.10
2003 0.55
2013 0.58
2014 0.60
2015 0.62

Man sieht also dass die Post im letzten Jahr die Preise sehr häufig angehoben hat. Wie sieht das aber über die Jahrzehnte gerechnet aus? Und wie sieht es aus wenn man die Inflation dagegen hält?

Jahrzehnt Briefporto Inflation
1990er +10% +29%
2000er -1,7% +17%
2010-2015 +12,7% +8%

Nun kann man feststellen dass die Preisentwicklung des Briefportos in diesem Jahrzehnt deutlich über der Inflation liegt. Allerdings muss man auch feststellen, dass sie in den letzten beiden Jahrzehnten bedeutend darunter lag.

Nichtsdestotrotz ist es nervig am laufenden Bande 2ct-Briefmarken nachzukaufen um die verstreuten 58er oder 60er-Marken noch nutzen zu können. Diesbezüglich fand ich den Vorschlag von Holger Klein im Realitätsabgleich-Podcast gut, das Porto doch einfach auf 70ct anzuheben und dann zu sagen für die nächsten 5-10 Jahre ist es damit aber auch getan.

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Consolidated.db revisited

Nachdem ich ja gestern über den Sinn und Zweck der Datenbank, in dem auch die chronologischen Ortsdaten enthalten sind geschrieben habe, möchte ich das ganze noch durch ein paar neu gewonnene Erkenntnisse ergänzen.

  1. Die Daten werden nicht erhoben, wenn die Ortung in den Einstellungen ausgeschaltet ist
  2. Die Zeitdaten enthalten nur Informationen über den Tag, nicht aber über die Stunde oder noch genauere Zeitinformationen
  3. In der Datenbank sind weiterhin noch gecachte Informationen über die Standorte von gesehenen WLANs und Celltowers enthalten.

Kurz zur Methodik wie ich das ganze herausgefunden habe.  Ich habe mir das Projekt von Github gezogen ( https://github.com/petewarden/iPhoneTracker ) und in XCode geöffnet. Dann habe ich mir den Pfad zur SQLite Datei ausgeben lassen. Dazu habe ich in der Methode

– (BOOL)tryToLoadLocationDB:(NSString*) locationDBPath forDevice:(NSString*) deviceName

in iPhoneTrackingAppDelegate.m die Zeile

NSLog(@“DatabasePath : %@“, locationDBPath);

hinzugefügt. Die Datenbankdatei wird dann auf der Konsole ausgegeben. Man kann sie dementsprechend auch mit SQLite selbst öffnen und inspizieren.

Weiterhin habe ich in der selben Methode auch die Timestamps ausgeben lassen und somit festgestellt, dass an dem Tag wo ich die Ortung in den Einstellungen des iPhones ausgestellt hatte auch keine Daten erhoben wurden. Auch dass die Zeitstempel keine zu verwendende Stunde-/Minute-Information enthalten sieht man hier.

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