Stereoskopie

… oder auch ‚Das mit 3D und so‘. Nachdem wir letzte Wochenende im IMAX 3D am Potsdamer Platz in Berlin waren und uns in einem 3D-Film die Tiefsee angeschaut haben hat mich doch die Technik und der ganze Kram der hinter dem 3D steht interessiert.

Zuerst mal wird man feststellen, dass es 3D-Filme schon sehr lange gibt, nämlich schon seit den 50er Jahren. Damals sollte das wohl das Killerfeature vom Kino werden, damit die Leute nicht nur Fernsehen sondern ab und zu auch mal wieder im Kino vorbeischauen.

Kommt man von der Geschichte weg, beginnt man sich doch zu fragen, wie das ganze eigentlich funktioniert.Das Prinzip ist eigentlich relativ einfach. Man muss dafür wissen, dass wir 3dimensional sehen können, weil wir zwei Augen haben. Unsere beiden Augen nehmen unterschiedliche Bilder wahr. Das rechte Auge sieht das gleiche Bild wie das linke, nur eben um den Augenabstand verschoben. Daran ist das Gehirn gewöhnt und damit kann es 3D machen.Genau diese Fähigkeit des Gehirns nutzt man nun bei der Stereoskopie (also bei 3D-Bildern und -Filmen) aus. Es geht also darum zwei Bilder in einem Bild abzubilden und diese beiden Bilder später wieder zu trennen und dem jeweiligen Auge zu präsentieren. Für diese beiden Bilder muss gewährleistet sein, dass sie das gleiche zeigen und nur Augenabstand im Motiv haben.Um nun diese zwei Bilder in eines zu bringen und später wieder auseinander zu bringen gibt es verschiedene Techniken.

Zum einen gibt es Farbfilter (Anaglyphen). Das kennt man von diesen Brillen, die früher ab und zu mal den TV-Zeitschriften beilagen wenn es wieder 3D-Dino-Filme im TV gab. Das eine Auge wurde mit einer roten Folie überdeckt, das andere mit einer grünen. Sinn und Zweck war mit der roten Folie den Rotanteil auszulöschen und mit der Grünfolie den Grünanteil, so dass jedes Auge nur ein Bild hatte und diese erschienen dann 3D.

Ein anderer Ansatz geht über die Polarisation. Farbe ist ja im Prinzip Licht mit einer bestimmten Wellenlänge. Und Licht sind schwingende Photonen. Nun können Photonen entweder längs oder quer schwingen. Und genau das nennt man Polarisation. Für 3D-Filme, die Polarisation nutzen würde zum Beispiel das Bild für das linke Auge von längs schwingenden Photonen gesendet werden und das rechte von quer schwingenden Photonen. Hat man dann eine Brille mit Polarisationsfilter auf, so filtert das linke glas die querschwingenden Photonen, die ja für das rechte Auge sind, aus und das rechte macht das umgekehrte.

Vielleicht zum Schluss noch zu der Frage, wie man selbst 3D-Fotos machen kann. Kurzgefasst man macht 2 Fotos vom selben Motiv, vorzugsweise sogar zeitgleich. Wichtig ist dass die beiden Fotos um ca. 6,5cm horizontal versetzt sind, aber auf der gleichen Höhe entstehen. Dann legt man noch den Filter seiner wahl über das Foto für das linke Auge und für das rechte Auge und überlagert die beiden Bilder dann. Nun kann jeder mit der entsprechenden Brille dein 3D-Foto betrachten.

Hf 🙂

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Über kenny1987

Hallo Leute, ich bin kenny. Ich studiere momentan Informatik und werde über alles interessante was mir so über den Weg läuft bloggen. Seien es irgendwelche News oder aktuelle Entwicklungen von meinen Anwendungen. Viel Spaß :)
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