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Die Anthrax-Anschläge von 2001

Nun sind sie also aufgeklärt - die Anthrax-Anschläge in den USA von 2001. Für alle, die sich nicht erinnern:

Seit dem 18. September 2001, also einer Woche nach den Terroranschlagen vom 11. September, wurden in den USA Briefe an Medien und Senatoren verschickt, die tödliche Milzbranderreger enthielten. Weiterhin enthielten alle Briefe eine Nachricht, die eine Beteiligung von islamistischen Extremisten suggeriert und der folgenden aus dem Brief an den die Senatoren Dashle und Leahy gleicht:

09-11-01
YOU CAN NOT STOP US.
WE HAVE THIS ANTHRAX.
YOU DIE NOW.
ARE YOU AFRAID?
DEATH TO AMERICA.
DEATH TO ISRAEL.
ALLAH IS GREAT.

Am 26. Oktober 2001, also nur circa 6 Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September und 5 Wochen nach dem ersten Anschlag mit Anthrax wurde dann der Patriot-Act als Reaktion auf die Anschläge unterzeichnet, der aus circa 1000 Paragraphen besteht und die Freiheit aller Amerikaner nachhaltig einschränkte.

Kommen wir zurück zur Gegenwart. Am 6. August 2008 sehen die Behörden FBI und Justizministerium den Fall als geklärt an. Einzig schuldig ist der Mikrobiologe und Vaccinologe Bruce Edward Ivins, der eine Woche zuvor - am 29. Juli 2008, Selbstmord beging. Zu diesem Zeitpunkt litt er unter Depressionen, Angst und Depressionen. Er arbeitete bis zu seinem Tod in den Labors in Fort Derick, die sich u.A. mit biologischer Kriegsführung beschäftigten.
Als Motiv für den Mord mit biologischen Waffen wurde angegeben, dass Ivins 2001 erbost war, dass ein Impfstoff gegen Anthrax, an dem er jahrelang mitentwickelt hat, vom Markt genommen wurde.

Der Fall ist also geklärt, oder? Die unter euch, die dieses Blog kennen, wissen was jetzt kommt - nämlich die Aussagen der Skeptiker.

So stellte Richard O. Spertzel, ein Experte für biologische Kriegsführung und Kollege Ivins in Fort Derrick fest, dass die Sporen die für die Anschläge genutzt wurden zum einen nicht von einer einzelnen Person hergestellt werden könnten und dass es zum anderen einer jahrelangen Vorbereitung bedürfte um solche Sporen herzustellen.

Nun kann man natürlich in ganz komische Richtungen denken und fragen - wenn es Jahre braucht um solche Sporen herzustellen, wie kann es dann sein, dass sie “termingerecht” eine Woche nach dem 11. September fertig waren - und was bedeutet das für den 11. September selbst?
Man kann es aber auch lassen.


2 comments Oktober 5, 2008

Das Stereoskop ist los!

Heute geht es in Toronto los. Die dritte Installation von Blinkenlights geht an den Gebäuden der City Hall an den Start.

Vielleicht eine Kurzfassung für die von euch, die nicht wissen was Blinkenlights ist. Blinkenlights ist ein Projekt unter der Leitung von Tim Pritlove, bei dem es darum geht an Fenstern von Gebäuden Lichter zu installieren, so dass eine nxm Matrix entsteht, die sich als Display ansteuern lässt. So konnte z.B. 2001 auf dem Haus des Lehrers in Berlin Pong gespielt werden.

Heute geht also die dritte Installation an den Start. Da der Großteil von euch wohl gerade nicht in Toronto ist interessiert euch vielleicht, dass man die Installation auch hier genießen kann. Dafür gibt es diverse Möglichkeiten:

  • Für Mac-User gibt es einen Simulator, den man sich installieren kann
  • Für iPhone oder iPod-Touch-User gibt es ebenfalls einen Simulator
  • Weiterhin gibt es eine Webcam von der City-Hall, auf der man sehen kann was dort gerade los ist:

Die Simulatoren gibt es auf der Projektseite von Blinkenlights. Ich freue mich schon die ersten Videos zu sehen :)


Add comment Oktober 4, 2008

Google Chrome und Datenschutz

Da ich die letzen Tage im Urlaub war hab ich den Launch und auch die ersten Reaktionen auf Googles Browser Chrome verpasst. Er befindet sich derzeit in der Betaphase und ich hab mir gedacht - den guckste dir mal an.

Grundsätzlich ist das Ding garkeine so schlechte Idee. Speziell die Ausrichtung auf Webapps finde ich sehr sinnvoll. So kann man z.B. Starter für Webapps auf dem Desktop ablegen und auch Google Gears ist standardmäßig integriert. Auch die aufgeräumte Oberfläche macht durchaus Sinn. Was auch Sinn macht ist auf einen Core für das Rendering zu setzen der schon weitflächig eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um Webkit (was übrigens ursprünglich mal KHTML aus dem KDE-Projekt war), welches in Apples Safari und einigen Mobilbrowsern eingesetzt wird.

Den Oberflächentest hat es also bestanden. Die einzelnen Features kann man sich ja im Netz anschauen - darauf werde ich jetzt nicht mehr eingehen.

Dann habe ich mir gedacht - Google - da war doch was. Ach ja -  Google is Evil. Also machen wir mal den Wireshark an beim Browsen und das hab ich dann auch mal gemacht.

Hallelujah kann ich nur sagen.  Fangen wir mal mit einem frischinstallierten Browser in den Standardeinstellungen an. Und auf welcher Webseite waren wir heute noch nicht? Nehmen wir doch einfach mal Heise.de

Und siehe da - Google Chrome fängt auch prompt an nach www.heise.de zu suchen. Damit schickt der Browser also eine Anfrage an clients1.google.de in der die URL, die ich besuchen möchte enthalten ist.

Wunderbar. Das bedeutet, dass Google jede Eingabe in die Such/Adress-Leiste mittels einer Anfrage an ihre eigenen Server mitprotokolliert. Natürlich kann man das umgehen. Dazu muss man schließlich nur statt einen normalen neuen Tab ein Inkognito-Tab aufmachen. Sinnvolles Defaultverhalten oder?
Achso - Cookies werden natürlich bei der Suchanfrage an Google auch verwendet, damit man weiß wer gerade wohin gesurft ist und wer wonach gesucht hat.

Es geht sogar noch weiter. Klickt man auf einer Seite einen Link an der auf eine andere Seite führt prüft Google ersteinmal ob es sich dabei um eine böse Malware-Seite handelt. Das macht es indem es indem es eine Anfrage an safebrowsing.clients.google.com schickt in dem die URL oder ein anderes Identifikationsmerkmal der Seite (das habe ich nicht genauer überprüft) wahrscheinlich gehasht enthalten ist. Das bedeutet letztendlich dass man gezielt nachschauen könnte welcher User eine bestimmte Webseite aufgerufen hat, denn der Hash für die angesurfte Seite sollte ja eindeutig sein.

Ich bin mir sicher, da steckt noch einiges mehr drin. Über die AGBs wurde ja auch schon breit diskutiert.

Also - bitte liebe Leute - nutzt diesen Browser nicht!


4 comments September 4, 2008

Der Georgienkrieg und die Medien

Nun ist es also soweit und Russland zieht sich, zumindest nach eigenen Aussagen, zurück aus Georgien.

Doch - wie kam es soweit, dass sich russische Truppen tief in Georgien befanden? Dazu muss man zunächst wissen, dass es in Georgien Gebiete gibt, die die Unabhängigkeit von Georgien anstreben. Diese Gebiete sind Abchasien, Adscharien und das Gebiet in dem der aktuelle Krieg begann - Südossetien.

Karte Georgiens mit abtrünnigen Republiken

Karte Georgiens mit abtrünnigen Republiken

Die beiden Gebiete Abchasien und Südossetien liegen im Nordwesten bzw. Norden von Georgien und haben damit eine direkte Grenze zu Russland. In beiden Regionen gab es wegen der Unabhängigkeitsbestrebungen schon Anfang der 90er Jahre Krieg und in beiden Regionen sind russische Truppen stationiert - offiziell als Friedenstruppen. Beiden Gebieten ist ebenfalls gemein, dass ein Großteil der Bürger neben dem international nicht anerkannten abchasischen bzw. südossetischen Pass auch den russischen Pass hat. Daher fühlt sich Russland nach eigenen Aussagen für die Bürger der abtrünnigen Teilrepubliken Georgiens verantwortlich.

Nun aber zum Verlauf des Krieges. Nach schon länger anhaltenden Konflikten begannen georgische Truppen südossetisches Gebiet, das nach dem Selbstverständnis Georgiens ihr Staatsgebiet ist, zu besetzen und die Hauptstadt Südossetiens, Zchinwali (eine Stadt mit 30′000 Einwohnern) anzugreifen. Zivilisten flohen ins russische Nordossetien, in dem der weitaus größere Teil der Osseten lebt.

Als Reaktion auf die Angriffe traten neben nordossetischen Freiwilligen auch russische Kampftruppen, zunächst mit Luftstreitkräften und dann auf mit Landstreitkräften, in den Krieg ein. Nach eigenen Angaben taten sie das um ihre Staatsbürger zu verteidigen. Im weiteren Verlauf des Krieges wurde das südossetische Gebiet komplett durch russische Streitkräfte zurückerobert.

Als letzte Eskalationsstufe, vor Rückzugsbekundungen, drang die russische Armee auch über die südossetischen Grenzen ins Landesinnere ein. Dabei wurden bspw. die Städte Gori (ca. 60km von der georgischen Hauptstadt Tiflis und 20km von der Grenze Südossetiens entfernt) und Poti bombardiert. Auch im bisher nicht betroffenen Abchasien fanden Kampfhandlungen statt.

Nach internationalen Bemühungen kündigten beide Seiten als die Verhältnisse klar waren an sich zurückzuziehen. Bisher scheint es als sei dem nur Georgien nachgekommen.

Im Verlauf des Krieges war es schwierig an neutrale Berichte zu kommen. Beide Seiten betrieben Propaganda, mit Todeszahlen und dem Vorwurf des Völkermordes.

Dabei behaupteten pro-russische Medien die georgische Seite hätte einen Völkermord begangen und pro-westliche Medien behauptete das Gleiche von Russland. Dazu muss man wissen, dass sich Georgien seit der sogenannten Rosenrevolution (2003) immer mehr an den Westen annähert und versucht Mitglied der NATO zu werden.

Doch wie kommt es zu den Vorwürfen?

Schaut man sich die Berichte der Tagesschau bzw. der ARD an so sieht man dort zum einen zivile georgische Flüchtlinge, die bei ihrer Flucht Angehörige verloren haben und die es selbst nur knapp geschafft haben Südossetien zu verlassen. Georgien hat also Gewalttaten an Zivilisten ausgeübt. In welchem Maß das stattfand kann man noch immer nicht sagen - aber wie immer ist jeder einzelne zu viel!

Nun ist es wichtig zu wissen, dass in Südosseten nicht nur Osseten leben, sondern dass es dort auch georgische Dörfer gibt - oder gab. Der ARD-Reporter Stefan Stuchlik fuhr durch Südossetien und konnte dort leere und zerstörte ehemals georgische Dörfer sehen. Es ist nicht klar ob es sich dabei um Einzelfälle handelt, oder ob systematisch Georgier in Südossetien getötet und vertrieben wurden.

Die Lage ist also unübersichtlich - und gerade das macht es so schwierig. Im Normalfall können einem die Medien in einem Krieg einen “Bösen” präsentieren. Jeder Versuch das in diesem Krieg zu tun wäre nichts als Propaganda. Zum einen weil beide Seiten Verbrechen begangen und Leid verbreitet haben und zum Anderen weil es keine verlässlichen Aussagen zur Quantität dieser Verbrechen gibt.

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die Lage weiter beruhigt und dass auch der Kaukasus als eine Region mit vielen Völkern und vielen Machtinteressen irgendwann zur Ruhe kommt.


Add comment August 18, 2008

Vietnamese niedergestochen

Heute morgen habe ich mich gewundert. Aus meinem Zimmer hab ich gehört wie zig Polizeiwagen vor dem Haus vorbeigefahren sind. Da ich nicht an einer Hauptstraße oder so wohne ist das durchaus ungewöhnlich.

Was los war habe ich erst heute Nachmittag erfahren. Ein paar Häuser weg von hier - vor der Extrakaufhalle in der Marchwitzastraße haben sie einen Zigartettenverkäufer abgestochen. Sie is dabei laut Medienberichten ein 35-jähriger Deutscher.

Damit dürfte klar sein, dass es keiner der Fälle ist, die man hier in den 90ern oft hatte. Zu der Zeit haben sich Mitglieder verschiedener vietnamesischer Maffien oft sehr brutal gegenseitig getötet. Das geschah auch hier in der Gegend, bspw. im mittlerweile abgerissenen Hochhaus Marchwitzastr. 1/3 .

Dabei waren die Täter aber immer Vietnamesen. Diesmal war es ein Deutscher, der nach der Tat wohl in seine Wohnung geflüchtet ist - also hier in der Gegend gewohnt hat.

Über das Motiv kann man wirklich nur rätseln. Entweder ein Streit mit den Zigarettenverkäufern oder ein “besorgter Anwohner”, wobei das eher unwahrscheinlich ist, da an der Stelle schon ewig Zigaretten verkauft werden.

Vielleicht findet man in den nächsten Tagen mehr in den Medien zu dem Thema.


1 comment August 6, 2008

Uncle Sam weiß mit wem du poppst

WTF - Fefe hat heute schon darüber gebloggt. Es ist echt unglaublich. Der Bundestag (Das BMI) gibt auf eine kleine Anfrage der Linken hin bekannt:

Sowohl die Gewerkschaftszugehörigkeit, als auch Daten zum Sexualleben und Informationen zur Rasse oder ethnischen Herkunft einer Person können in Ausnahmefällen von Relevanz für die Bekämpfung des internationalen Terrorismus sein.

Diese Daten werden mit den USA ausgetauscht. Unfassbar oder?

Wie können diese Daten denn bitte für die Terrorismusbekämpfung herangezogen werden?? Ich seh schon wie bisexuelle in der Ver.di organisierte Italiener massenhaft Gebäude in den USA in die Luft sprengen…

Edit: Woher zur Hölle haben sie eigtl Daten zum Sexualleben und zur Gewerkschaftszugehörigkeit?!


1 comment Juli 12, 2008

Subprime Krise explained

Da ich momentan krankgeschrieben bin, hab ich gerade nicht viel zu tun und so hab ich heute morgen mal durchgezappt und bin auf Arte hängengeblieben. Und da liefen Dokus zur Subprime Krise. Davon hatte ich zwar gehört, aber so richtig verstanden worum es da geht hatte ich nicht.

Das is ja unglaublich was da abging. Im Prinzip ging es darum dass in den USA Immobilienkredite an kaum kreditwürdige Leute gegeben wurden. Gedeckt wurde das ganze durch die hohen Immobilienpreise. Den Kreditgebern war natürlich total klar, dass sie das Geld möglicherweise nicht mehr wieder sehen würden. Deswegen haben sie die Kredite einfach  weiterverkauft. Da die Ratingagenturen, die für die Bewertung von Finanzprodukten zuständig sind, die Kredite sehr gut eingestuft haben, konnten die Kredite auch sehr gut verkauft werden - an Hedgefonds, normale Fonds und Banken.

Zu dem Zeitpunkt als die Preise für Immobilien fielen wurde klar, dass die Banken und Fonds wertlose Pakete gekauft haben undzwar teilweise in großen Mengen. Sie gingen Pleite bzw. machten große Verluste und es entstand eine ziemlich große Unsicherheit auf dem Finanzmarkt. So kann man das grob zusammenfassen was in den Dokus zu dem Thema gezeigt wurde.

Wenn man mal genauer nachdenkt kann das Finanzsystem, das auf immer steigende Gewinne ausgelegt ist, auf Dauer nicht funktionieren. Geld hat ja letztendlich immer einen materiellen Gegenwert. Und hier kommt dem Prinzip eine ganz einfache physikalische Grundregel in die Quere. Der Energieerhaltungssatz. Er besagt dass die Summe aller Energien in einem geschlossenen System immer konstant sind. Betrachtet man nur die finanziell verwertbaren Güter, ist die Erde ein solches System.

Was ich damit sagen will ist: Materielle Güter, also solche die sich in Geld wandeln lassen, sind begrenzt. Irgendwann ist Ende im Gelände und ein Wachstum ist schlicht nicht mehr möglich. Und auch momentan basiert finanzielles Wachstum des einen auf dem finanziellen Niedergang oder Verlust des Anderen. Es handelt sich also stets nur um eine Umverteilung des Geldes. Global gesehen kann es also kein Wachstum geben.


Add comment Juli 10, 2008

WTF? Das Dach vom Hauptbahnhof erweitern?

Die Berliner unter euch kennen bestimmt den Hauptbahnhof. Der hieß früher Lehrter Stadtbahnhof und ist mittlerweile der Knotenpunkt im Berliner Fern- und Regionalverkehrskonzept. Er verbindet die Fernverkehrs- und Regionalverkehrsstrecken in Ost-West-Richtung mit denen in Nord-Süd-Richtung. An ihm halten alle Stadtbahnlinien (also S-Bahnlinien, die auf der Stadtbahn fahren) und diverse Buslinien. 2009 soll hier die noch nicht fertiggestellte U55 (auch Kanzler U-Bahn genannt) ihre Endhaltestelle haben und bis 2011 sollen hier sogar Straßenbahnen halten.
Das Bauwerk wurde am 26. Mai 2006 eröffnet und hat bis dahin circa 1 Milliarde Euro gekostet.

Am Wochenende berichtet nun die Berliner Zeitung unter der reißerischen und zudem falschen, da nicht im Konjunktiv formulierten, Überschrift “Bau legt Berlins Hauptbahnhof lahm” darüber, dass das Bundesbauministerium (also das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) plant das verkürzt gebaute Dach des Hauptbahnhofes aus gestalterischen und wettertechnischen Gründen auf die volle Länge von 430 Metern zu erweitern.

Soweit so gut. Um das ganze jedoch zu realisieren würden nocheinmal Kosten von 53 Millionen Euro entstehen und die Ost-West-Trasse des Hauptbahnhofes müsste für zwei bis drei Monate gesperrt werden. Die Ost-West-Trasse ist die, auf der der S-Bahnverkehr stattfindet. Die S-Bahn nutzen auf dieser Strecke täglich circa 600 Tausend Menschen. Auch diverse Regionalbahn und Fernverkehrszüge fahren hier. Lustiges Detail dabei: Stattfinden wird das ganze in frühestens zwei Jahren, da die Zeit gebraucht wird um die Auswirkungen im internationalen Bahnverkehr einzuplanen. Lol.

Aber grundsätzlich - WTF?! Meinen die das ernst??

Sie bekommen es nicht hin zwischen den einzelnen Etagen Netze einzuziehen, damit Mr. Suicidal nicht von ganz oben ins Tiefgeschoss auf die Gleise springt, aber sie überlegen allen ernstes den Bahnhof für eine Dacherweiterung, deren Nutzen den Aufwand nun wirklich nicht rechtfertigt, über Monate zu sperren?

WTF??


Add comment Juni 22, 2008

Axel-Springer-Radio

Hallo Leute,

falls ihr schonmal das Vergnügen hattet in den Urlaub nach oder durch Bayern zu fahren, oder aus diesem Bundesland kommt, kennt ihr bestimmt Antenne Bayern.

Antenne Bayern ist ein typischer Charts-Top100-Radiosender, wie es ihn wohl in jedem Bundesland gibt. Und es ist ein privater Radiosender - gehört also nicht zum Bayerischen Rundfunk.

Zu den aktuellen Charts-Top100-Songs gehört auch der Song “Lasse Redn” von den Ärzten. Dieser enthält unter anderem den Textabschnitt:

Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht.

Nun verhält es sich leider so, dass Antenne Bayern zu 16% dem Axel Springer Verlag gehört. Und jetzt ratet mal was Antenne Bayern gemacht hat…

Sie haben dieses ohnehin schon kurze 2:50 Lied gekürzt, so dass eben dieser Textabschnitt auf Antenne Bayern nicht mehr zu hören ist.

Na wenn das mal nicht Zensur ist. Ich frag mich ob Künstler da keine Handhabe haben zu sagen - entweder ihr spielt das Lied ganz oder garnicht.


1 comment Juni 15, 2008

NPD-Verbot? Nee doch nich

In letzter Zeit wird im Zusammenhang mit der Studie zu rechtsextremen Websites wieder darüber diskutiert, ob man die NPD verbieten sollte. Oft wird dafür argumentiert.

Ich denke nicht, dass das eine gute Idee wäre. Ich bin weit davon entfernt selbst rechts zu sein - Ich habe selbst bei der Marzahn-Hellersdorfer Bezirksvertretung der PDS (Solid) mitgearbeitet. Trotzdem bin ich gegen ein Verbot der NPD.

Das hat verschiedene Gründe. Zum einen kann man sich ja gerade hier in Marzahn-Hellersdorf anschauen wo rechtsextremes Gedankengut am meisten wächst. Den Zulauf bekommen sie hier von den Verlierern der modernen Gesellschaft (das meine ich keineswegs abwertend) - von denen die keinen Job haben, von denen die von Hartz IV leben - von denen, die sich (nicht zu unrecht) als Underdogs der Gesellschaft empfinden.

Und dann kommen Leute, die einem versprechen, dass es Ihnen besser gehen wird - weil sie Deutsche sind. Leute, die Stärke vermitteln - Leute die Underdogs sind.
Und dann wird ein Verbot genau der Partei angestrebt, die das repräsentiert. Was passiert? Rechtsextremismus bekommt ein noch größeres Underdog-Image. Jeder merkt, dass die Gesellschaft Angst vor den Faschos hat und anscheinend die Demokratie nicht für stark genug hält, das Problem Rechtsextremismus zu lösen.

Logisch, dass eine Gruppe vor der man Angst hat stark sein muss und Macht vermitteln muss. Es werden durch das Verbot also zwei Images der rechtsextremen Szene verstärkt. Sorgt man dadurch nicht für mehr Zulauf? Ist das wirklich das Ziel?

Mal abgesehen davon - was passiert wenn die NPD verboten wird? Wohin gehen ihre Mitglieder dann? Ich würde denken, sie gehen in den Untergrund - in die Kameradschaften. Die sind wohl noch wesentlich radikaler als die NPD selbst. Außerdem kann man sie noch weniger kontrollieren, als die NPD.

Deswegen denke ich, dass es wesentlich sinnvoller wäre die NPD nicht zu verbieten - und auch endlich aufzuhören sie zu ignorieren. Ich meine was bringt es wenn Abgeordnete das Parlament bei Ansprachen von NPD-Abgeordneten das verlassen? Das ist doch Kinderkram.

Warum diskutiert man nicht mit den NPD-Abgeordneten? Ihre Argumente halten doch nun wirklich keiner Diskussion stand.

Glauben wir denn wirklich so wenig an unsere Demokratie?


1 comment Juni 8, 2008

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