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Das Stereoskop ist los!
Heute geht es in Toronto los. Die dritte Installation von Blinkenlights geht an den Gebäuden der City Hall an den Start.
Vielleicht eine Kurzfassung für die von euch, die nicht wissen was Blinkenlights ist. Blinkenlights ist ein Projekt unter der Leitung von Tim Pritlove, bei dem es darum geht an Fenstern von Gebäuden Lichter zu installieren, so dass eine nxm Matrix entsteht, die sich als Display ansteuern lässt. So konnte z.B. 2001 auf dem Haus des Lehrers in Berlin Pong gespielt werden.
Heute geht also die dritte Installation an den Start. Da der Großteil von euch wohl gerade nicht in Toronto ist interessiert euch vielleicht, dass man die Installation auch hier genießen kann. Dafür gibt es diverse Möglichkeiten:
- Für Mac-User gibt es einen Simulator, den man sich installieren kann
- Für iPhone oder iPod-Touch-User gibt es ebenfalls einen Simulator
- Weiterhin gibt es eine Webcam von der City-Hall, auf der man sehen kann was dort gerade los ist:
Die Simulatoren gibt es auf der Projektseite von Blinkenlights. Ich freue mich schon die ersten Videos zu sehen ![]()
Add comment Oktober 4, 2008
Ziegenroblem explained
Im Film 21, den ich neulich gesehen habe wurde ein mathematisches Problem erwähnt, welches mir zum ersten Mal auf dem Vortrag ‘Absurde Mathematik‘ von Anoushirvan Dehghani, der auf dem 24C3 gehalten wurde begegnet ist.
Es geht dabei um das sogenannte Ziegenproblem. Die Situation dabei ist folgende:
Ihr spielt ein Spiel. Dabei habt ihr die Chance ein Auto zu gewinnen. Das ist toll ![]()
Und so funktioniert das Spiel: Ihr steht vor drei Toren. Hinter zwei dieser drei Tore befindet sich eine Ziege. Hinter dem dritten aber ist euer Auto.
Nun sollt ihr eine Tür auswählen. Der Spielleiter öffnet dann eine andere Tür hinter der eine Ziege steht.
Er gibt euch dann die Chance erneut zu wählen. Entweder bleibt ihr bei eurer Tür oder ihr ändert eure Wahl.
Die Frage ist nun - was bringt euch mehr? Die Wahl zu ändern oder dabei zu bleiben?
Ich habe das ganze mal in einem Programm modelliert, welches diesen Versuch hunderttausendmal mit Wechsel und hunderttausendmal ohne Wechsel durchführt. (Man kann sich das Programm hier anschauen)
Das Ergebnis ist nun folgendes:
Häufigkeit ohne Wechsel: 32942
Häufigkeit mit Wechsel: 66922
Das heißt die Chance mit Wechsel zu gewinnen liegt bei circa 2/3, während die Chance ohne Wechsel bei 1/3 liegt.
Das verwirrt oder? Man würde doch eine gleiche Häufigkeit erwarten. Also - warum ist das so?
Schauen wir uns doch mal die Wahrscheinlichkeiten anhand eines Baumes an.
A, B und C sollen die Tore sein. Der Spieler wählt das Tor A (lila) aus. Der Spielleiter öffnet dann das Tor C hinter dem eine Ziege steht.
Alle drei Tore haben zunächst die gleiche Gewinnwahrscheinlichkeit. Sie ist 1/3. Wählt der Spieler nun ein Tor, so hat dieses die Wahrscheinlichkeit 1/3, die anderen Tore haben zusammengenommen die Wahrscheinlichkeit 2/3.
Nun wird eines der beiden anderen Tore als falsch gekennzeichnet (hier Tor C) und entfällt somit. Damit hat das eine Tor, welches noch übrig bleibt von den beiden anderen (hier als B gekennzeichnet) die Gewinnwahrscheinlichkeit von 2/3, während das Tor welches man zu Beginn ausgewählt hat noch immer die Gewinnwahrscheinlichkeit von 1/3 hat.
Diese Zahlen bestätigen sich auch durch das Programm. Irgendwie verblüffend, wie sehr die Mathematik manchmal der Intuition widerspricht.
6 comments Mai 4, 2008
Bert der Biometriebär
Lol - da hat sich der ORF mal was ausgedacht. Auf ihrer Seite Futurezone, die sich mit IT-Themen beschäftigt haben sie pünktlich zum 1. April einen Artikel über “Biometrie-Aufklärung für Kinder” geschrieben.
Der Artikel strotzt nur so vor Parallelen zu realen Personen und Erscheinungen. So ist wird ein Gespräch mit “Josef Staehlin, Sprecher der Abteilung für Spaß, Vergnügen und postdemokratische Gesellschaftsstrukturen” geführt und es ist vom großen Bären, der zwar “unsichtbar, aber doch immer anwesend” ist geredet. Ein gelungener satirischer Aprilscherz.
Add comment April 3, 2008
Stereoskopie
… oder auch ‘Das mit 3D und so’. Nachdem wir letzte Wochenende im IMAX 3D am Potsdamer Platz in Berlin waren und uns in einem 3D-Film die Tiefsee angeschaut haben hat mich doch die Technik und der ganze Kram der hinter dem 3D steht interessiert.
Zuerst mal wird man feststellen, dass es 3D-Filme schon sehr lange gibt, nämlich schon seit den 50er Jahren. Damals sollte das wohl das Killerfeature vom Kino werden, damit die Leute nicht nur Fernsehen sondern ab und zu auch mal wieder im Kino vorbeischauen.
Kommt man von der Geschichte weg, beginnt man sich doch zu fragen, wie das ganze eigentlich funktioniert.Das Prinzip ist eigentlich relativ einfach. Man muss dafür wissen, dass wir 3dimensional sehen können, weil wir zwei Augen haben. Unsere beiden Augen nehmen unterschiedliche Bilder wahr. Das rechte Auge sieht das gleiche Bild wie das linke, nur eben um den Augenabstand verschoben. Daran ist das Gehirn gewöhnt und damit kann es 3D machen.Genau diese Fähigkeit des Gehirns nutzt man nun bei der Stereoskopie (also bei 3D-Bildern und -Filmen) aus. Es geht also darum zwei Bilder in einem Bild abzubilden und diese beiden Bilder später wieder zu trennen und dem jeweiligen Auge zu präsentieren. Für diese beiden Bilder muss gewährleistet sein, dass sie das gleiche zeigen und nur Augenabstand im Motiv haben.Um nun diese zwei Bilder in eines zu bringen und später wieder auseinander zu bringen gibt es verschiedene Techniken.
Zum einen gibt es Farbfilter (Anaglyphen). Das kennt man von diesen Brillen, die früher ab und zu mal den TV-Zeitschriften beilagen wenn es wieder 3D-Dino-Filme im TV gab. Das eine Auge wurde mit einer roten Folie überdeckt, das andere mit einer grünen. Sinn und Zweck war mit der roten Folie den Rotanteil auszulöschen und mit der Grünfolie den Grünanteil, so dass jedes Auge nur ein Bild hatte und diese erschienen dann 3D.
Ein anderer Ansatz geht über die Polarisation. Farbe ist ja im Prinzip Licht mit einer bestimmten Wellenlänge. Und Licht sind schwingende Photonen. Nun können Photonen entweder längs oder quer schwingen. Und genau das nennt man Polarisation. Für 3D-Filme, die Polarisation nutzen würde zum Beispiel das Bild für das linke Auge von längs schwingenden Photonen gesendet werden und das rechte von quer schwingenden Photonen. Hat man dann eine Brille mit Polarisationsfilter auf, so filtert das linke glas die querschwingenden Photonen, die ja für das rechte Auge sind, aus und das rechte macht das umgekehrte.
Vielleicht zum Schluss noch zu der Frage, wie man selbst 3D-Fotos machen kann. Kurzgefasst man macht 2 Fotos vom selben Motiv, vorzugsweise sogar zeitgleich. Wichtig ist dass die beiden Fotos um ca. 6,5cm horizontal versetzt sind, aber auf der gleichen Höhe entstehen. Dann legt man noch den Filter seiner wahl über das Foto für das linke Auge und für das rechte Auge und überlagert die beiden Bilder dann. Nun kann jeder mit der entsprechenden Brille dein 3D-Foto betrachten.
Hf ![]()
Add comment Februar 26, 2008
Richard Stallman in Berlin
Heute war ich zusammen mit meiner Freundin beim Vortrag von Richard Stallman, dem Gründer des GNU Projekts im media center Atrium. Auch wenn freie Software mehr wie freie Rede als wie Freibier gemeint ist, war der Eintritt prinzipiell kostenlos - allerdings wurde um eine Spende von 5 Euro gebeten.
Irgendwann so gegen 19:30 kam er dann auch auf die Bühne und fing an zu erzählen, warum freie Software gut und alles andere böse und unmoralisch ist und warum Steve Jobs und Bill Gates in den Knast gehören (Seiner Meinung nach). Man mag nun seine Meinung in aller Radikalität teilen oder nicht - ich habe für mich festgestellt, dass manches was er sagt wirklich Sinn macht, wenn man die Betrachtung von Software auf eine nicht technische und nicht wirtschaftliche Ebene herunterbricht, sondern sie als Wissen ansieht.
Nach dem Ende seines Vortrages kam dann der lustige Teil, als er den geschätzten 50-100 Zuhörern sein Alter Ego präsentierte. Der Mann nennt sich selbst den “Heiligen IGNUcius” von der Kirche Emacs und trägt eine alte Festplatte, die jetzt ein Heiligenschein ist auf dem Kopf. Um seiner Kirche beizutreten muss man laut ihm nichts tun außer 3 Mal zu sagen:
“There is no system but GNU, and Linux is one of its kernels.”
Sehr merkwürdig - aber zeitweise doch recht unterhaltsam.
3 comments Februar 18, 2008
The Cure in Berlin
Gestern war ich mal wieder auf einem Konzert undzwar bei The Cure im Velodrom in Berlin. Wir kamen so gegen 20:00 an und waren 20:15 in der Halle, so dass wir von der Vorband nichts mitbekommen haben - es hat sich aber von der Garderobe aus ganz gut angehört.
Gegen 20:30 kamen dann nachdem eine Zeitlang Meeresrauschen und Delphingeräusche eingespielt wurden (was auch immer das sollte) The Cure auf die Bühne. Am Anfang spielten sie einige ihrer neueren Lieder (die ich leider nicht kannte). Stück für Stück war eine Steigerung zu spüren, so dass spätestens ab der Mitte keiner mehr ruhig stehen bleiben konnte (zumindest in der Halle - Es gab ja auch Sitzplätze) und die meisten richtig abgingen.
Das Konzert endete nach 3.5h mit der Zugabe von der Zugabe von der Zugabe (soll heißen sie haben 3 Zugaben gespielt) um circa 00:06. Ich persönlich war danach einfach nur fertig und habe mich gefragt wie die Band das geschafft hat so eine Leistung über dreieinhalb Stundne zu bringen.
Zusammenfassed kann ich sagen, dass ich echt begeistert war. Zumal ich vor wenigen Wochen auf dem Konzert der Babyshambles in der Columbiahalle war, wo es eng und stickig war und man sich nicht bewegen konnte. Das war hier vollkommen anders. In der Halle war vernünftig Platz und man hatte (wahrscheinlich dadurch dass das Publikum doch etwas älter ist
) auch nicht ständig einen Ellenbogen in der Rippe. Vielleicht zum Schluss noch eine kleine Auswahl der Songs, die sie gespielt haben (und die ich kannte)
- Boys don’t cry
- Why can’t I be You (da gings richtig ab)
- Pictures of You (auch als Livevideo direkt von Konzert)
- Lullaby
- Lovesong
- Close to me
So - mal als kleines Updates die Videos die es vom Konzert schon bei YouTube gibt:
3 comments Februar 17, 2008
The Kilians
Heute mal wieder was aus der Kategorie Musik. Diesmal Musik die ich bis vor ein paar Tagen nich kannte
Am Mittwoch war ich mit meinem Bruder beim Babyshambleskonzert in Berlin - Ja das ist die Band von Peter Dohertie.
Mal abgesehen davon dass ich mich da wie ein Fremdkörper gefühlt hab weil es einfach nicht meine Musik ist gab es eine sehr coole Vorband, namens “The Kilians“.
Die haben live dermaßen gerockt und mich endgültig mit dem Spruch “Danke dass ihr uns so liebenswürdig nicht getötet habt.” überzeugt. Mittlerweile habe ich mir etwas Platten/Nicht-Live-Musik von ihnen angehört. Da rocken sie zwar bei weitem nicht so aber trotzdem ist es geil. Wer selbst mal reinhören will dem seien folgende Links empfohlen:
und ja - sie haben auch eine MySpaceseite - muss ja so.
Add comment Januar 25, 2008
24C3 - und wie wars?
So Leute - ich bin zurück von meinen 2 Tagen 24C3 und ich muss sagen - Es war echt geil. Es war mein erster Chaos Communication Congress, aber bestimmt nicht mein letzter. Sachen die ich spontan mit dem Kongress assoziieren würde sind:
- Mac users, Mac users, Mac users
- Plus: The iPhone
- ClubMate
- Viiiele Laptops
- Beamer Probleme
- Sausage fest, bis auf einige Veranstaltungen
- Viele lustige und viele komische Leute
- Alle Altersgruppen (von Kindergarten bis Rentenalter- alles dabei)
- Running Gag: “Das Internet ausdrucken”
Ich denke das beschreibt es ganz gut. Vielleicht noch kurz eine Liste der Vorträge, die ich besucht habe und ein paar kleine Anmerkungen dazu:
Day 1
- Freifunkerei - Nur den Schluss mitbekommen, aber der hat nich sehr begeistert. War sehr wenig technisch.
- Der Bundestrojaner - Sehr interessant, vor Allem die Kommunikation mit den offiziellen Stellen. Auch interessante Ausführungen von Andreas zum Thema Bombenbau ^^
- TOR - Ein sehr interessanter Vortrag - allerdings auch hier nicht technisch sondern hauptsächlich juristisch. Das hat aber nix negativ ausgemacht.
- 10GE Monitoring Live - Lustig einen Niederländer Englisch sprechen zu hören. Technisch echt harter Tobak - aber interessant. Und ich kann meinen Prof wiederlegen, der meinte dass MISD keine praktische Anwendung findet
- Desperate Househackers / How to hack the Pfandsystem - Ein Vortrag der echt viel praktischen Wert hatte und aus dem man einiges mal ausprobieren könnte
- Übrigens einer der Vorträge mit verhältnismäßig hohem Frauenanteil. - Make cool things with microcontrollers - Ein Vortrag von dem Typen der die Brain-Machine “erfunden” hat - in dem Vortrag hat er sie ausführlich erläutert.
Day 2
- To be or I2P - Ganz ehrlich - mein persönliches Low-Light. Der Vortrag war relativ schwer verständlich da der Dozent 1.) schlechtes Englisch in sächsischem Akzent gesprochen hat 2.) kaum Visualisierung dabei hatte und 3.) offensichtlich sehr aufgeregt war und sich dadurch auch selbst ein wenig verhaspelt hat.
Der Wikipediaartikel wird mir wahrscheinlich mehr bringen. - Modeling infectious deseases in virtual realities - Das war geil. Ein Typ hat die Corrupted-Blood-Epedemic in WOW mal aus epedemischer (gips das Wort?!) betrachtet und dabei einiges an generellem Wissen zum Modeling von Epedemien rübergebracht . Echt prima
- Toying with barcodes - Ein Vortrag von FX - echt geil gemacht. Da waren so Sachen dabei auf die man nie kommen würde. Bspw. SQL-Injections mit Barcodes.
- Port Scanning improved - Cooler Vortrag - aber ich muss sagen ich hab von Networking keine sonderlich große Ahnung und deswegen fand ich es jetzt nicht so übermäßig interessant.
- Mifare - Da ging es um den RFID Chip von Phillips der widespread eingesetzt wird und darum wie er zu hacken ist. Da haben Leute echt den Chip Schicht für Schicht abgeätzt und daraus den Kryptoalgorithmus (48-Bit !!!) wiederhergestellt.
Alles in allem eine sehr gute Erfahrung und 60€ die sich gelohnt haben. Ich glaub so einige Sachen werd ich mir noch als Recordings anschauen.
2 comments Dezember 29, 2007
Die Weihnachtsgans Auguste
Heute gibt es mal etwas weihnachtliches. Passt ja auch
Bei uns in der Familie ist es so, dass wir jedes Jahr zum Weihnachtsessen die Geschichte ‘Die Weihnachtsgans Auguste’ als Hörspiel (in einer Version, die wohl so aus den 60ern stammen muss) hören. Die Geschiche selbst wurde als Kinderbuch von Friedrich Wolf (*1888, +1953) geschrieben.
Es geht darin um den Opernsänger Löwenhaupt der im November für Weihnachten eine lebende Gans kauft. Sein Plan ist sie zu Weihnachten zu verspeisen. Seine Kinder wollen die Gans, die sie Auguste (kurz Gustje) getauft haben, behalten und wissen nichts von den Plänen des Vaters. Das Hausmädchen und seine Frau schlagen sich auf die Seite der Kinder und wollen sie nicht traurig sehen. Ob sie es schaffen kann sich nun jeder selbst anhören
Egal ob mit diesem Hörspiel im Hintergrund oder ohne - ich wünsche allen eine frohe Weihnacht und ruhige Feiertage
Add comment Dezember 24, 2007








