WTF? Das Dach vom Hauptbahnhof erweitern?
Juni 22, 2008
Die Berliner unter euch kennen bestimmt den Hauptbahnhof. Der hieß früher Lehrter Stadtbahnhof und ist mittlerweile der Knotenpunkt im Berliner Fern- und Regionalverkehrskonzept. Er verbindet die Fernverkehrs- und Regionalverkehrsstrecken in Ost-West-Richtung mit denen in Nord-Süd-Richtung. An ihm halten alle Stadtbahnlinien (also S-Bahnlinien, die auf der Stadtbahn fahren) und diverse Buslinien. 2009 soll hier die noch nicht fertiggestellte U55 (auch Kanzler U-Bahn genannt) ihre Endhaltestelle haben und bis 2011 sollen hier sogar Straßenbahnen halten.
Das Bauwerk wurde am 26. Mai 2006 eröffnet und hat bis dahin circa 1 Milliarde Euro gekostet.
Am Wochenende berichtet nun die Berliner Zeitung unter der reißerischen und zudem falschen, da nicht im Konjunktiv formulierten, Überschrift „Bau legt Berlins Hauptbahnhof lahm“ darüber, dass das Bundesbauministerium (also das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) plant das verkürzt gebaute Dach des Hauptbahnhofes aus gestalterischen und wettertechnischen Gründen auf die volle Länge von 430 Metern zu erweitern.
Soweit so gut. Um das ganze jedoch zu realisieren würden nocheinmal Kosten von 53 Millionen Euro entstehen und die Ost-West-Trasse des Hauptbahnhofes müsste für zwei bis drei Monate gesperrt werden. Die Ost-West-Trasse ist die, auf der der S-Bahnverkehr stattfindet. Die S-Bahn nutzen auf dieser Strecke täglich circa 600 Tausend Menschen. Auch diverse Regionalbahn und Fernverkehrszüge fahren hier. Lustiges Detail dabei: Stattfinden wird das ganze in frühestens zwei Jahren, da die Zeit gebraucht wird um die Auswirkungen im internationalen Bahnverkehr einzuplanen. Lol.
Aber grundsätzlich – WTF?! Meinen die das ernst??
Sie bekommen es nicht hin zwischen den einzelnen Etagen Netze einzuziehen, damit Mr. Suicidal nicht von ganz oben ins Tiefgeschoss auf die Gleise springt, aber sie überlegen allen ernstes den Bahnhof für eine Dacherweiterung, deren Nutzen den Aufwand nun wirklich nicht rechtfertigt, über Monate zu sperren?
WTF??
Getting UTMS to work
Juni 20, 2008
Hallo Leute,
wie ihr wisst bin ich Student ohne Internet an der Hochschule und mit nem Internet hinter ner sehr restriktiven Firewall auf Arbeit. Wie man sich vorstellen kann saugt das ziemlich.
Nun habe ich mir vor ein paar Monaten einen eeePC gekauft und was liegt näher, wenn man schon einen Laptop hat den man wirklich immer mitnehmen kann, mit diesem Laptop auch immer Internet zu haben. Also was macht man? Man holt sich ne Datenflatrate für UMTS.
Nach ein wenig Surfen im Internet hab ich mich für die Base-Internetflatrate für 20 Euro / Monat entschieden und mir dazu nen UMTS-Stick (Huweia E169) für 4 Euro / Monat geholt. Dass das Ding unter Windows laufen wird war mir klar – ich möchte den Stick aber hauptsächlich auf meinem eeePC nutzen. Darauf hab ich mir eeeXUbuntu installiert – also ein XUbuntu was speziell für diesen Rechner angepasst ist.
Nun sind die Hersteller / Vertreiber von diesen UMTS-Sticks schlau – naja ein wenig zumindest. Was sie machen ist die Treibersoftware für Windows / Mac direkt auf den Stick mit raufzuspielen. Das heißt der Stick kann inzwei Modi betrieben werden. Wenn man den Stick ansteckt registriert er sich als Massenspeichermedium von dem man den Treiber installieren kann. Der Treiber versetzt dann den Stick in den Modus in dem es als Modem fungiert.
Und genau das hindert das Gerät daran unter Linux out of the box zu funktionieren. Was man also braucht sind zwei Dinge:
- Etwas was den Stick in den Modemmodus versetzt
- Ein Programm um die Verbindung ins Internet mit dem USB-Modem herzustellen
Die Lösung dieser Aufgabe findet sich im groben und ganzen auf Italienisch hier. Letztendlich entsteht dabei ein Skript:
#!/bin/bash
modprobe usbserial vendor=0x12d1 product=0x1001
modprobe usbserial vendor=0x12d1 product=0x1003
vodafone-mobile-connect-card-driver-for-linux
Die ersten beiden Zeilen versetzen das Gerät in den Modemmodus (bzw. bringen es aus dem Massenspeichermodus). Da die ProductID nicht ganz klar ist habe ich sowohl 1001 als auch 1003 reingenommen.
Die letzte Zeile ruft das Vodafone-Connect-Programm auf. Es funktioniert nicht nur für Vodafone sondern bspw. auch für EPlus/BASE. Man bekommt es hier.
Nun kann man dieses Skript als root ausführen und mit dem Vodafone-Programm kommt man dann ins Internet.
In my head..
Juni 18, 2008
Hallo Leute.
Nach dem der Steve letzte Woche das iPhone 3G vorgestellt hat bin ich mittlerweile echt am überlegen meinen Vertrag bei der Telekom zu ändern – weil „Will haben“..
Aber der Tarif erscheint mir als n ziemlicher Rip-Off:
- Für 29€/mtl : 500mb Datenflat – kein T-Com WLAN, keine SMS, 50 Gesprächsminuten.’
Abrechnung in 100kb Schritten. Jedes weitere MB kostet nen Rappernamen - Für 49(!!)€/mtl: Keine Begrenzung bei den Daten – T-Com WLAN inkl, 40(wtf?!) SMS, 100 Gesprächsminuten. Ab 300MB Datenvolumen wird die Rate auf 64kbps down und 16kbps up gedrosselt
- Bei beiden Tarifen kein VoIP (versteh ich) und kein Instant Messaging (wtf?!)
Ganz ehrlich – wollen die keine Kunden haben?? Was mich jetz noch interessiert ist folgendes:
- Kann ich die SIM-Karte wenigstens in meinem EEE-PC nutzen für richtiges surfen?
- Kann das iPhone zips und pdfs handeln (als downloads ausm netz)
Naja ich werd demnächst wohl mal bei den pinken Leuten vorbeigehen und meine Fragen loswerden.
Axel-Springer-Radio
Juni 15, 2008
Hallo Leute,
falls ihr schonmal das Vergnügen hattet in den Urlaub nach oder durch Bayern zu fahren, oder aus diesem Bundesland kommt, kennt ihr bestimmt Antenne Bayern.
Antenne Bayern ist ein typischer Charts-Top100-Radiosender, wie es ihn wohl in jedem Bundesland gibt. Und es ist ein privater Radiosender – gehört also nicht zum Bayerischen Rundfunk.
Zu den aktuellen Charts-Top100-Songs gehört auch der Song „Lasse Redn“ von den Ärzten. Dieser enthält unter anderem den Textabschnitt:
Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht.
Nun verhält es sich leider so, dass Antenne Bayern zu 16% dem Axel Springer Verlag gehört. Und jetzt ratet mal was Antenne Bayern gemacht hat…
Sie haben dieses ohnehin schon kurze 2:50 Lied gekürzt, so dass eben dieser Textabschnitt auf Antenne Bayern nicht mehr zu hören ist.
Na wenn das mal nicht Zensur ist. Ich frag mich ob Künstler da keine Handhabe haben zu sagen – entweder ihr spielt das Lied ganz oder garnicht.
A new spare time killer
Juni 13, 2008
Hallo Leute,
in letzter Zeit habe ich etwas weniger geschrieben und das hat auch einen Grund. Erstens is es warm draußen wie Hölle und da is mein Gehirn immer ein bisschen im Idiotenmodus und zweitens bin ich seit ein paar Tagen bei der Wikipedia angemeldet und schreibe dort auch.
Genauer gesagt ist das seit Montag der Fall. Am Montag war WWDC-Beginn – also Keynote. Und wie das so auf der Keynote ist, wurden viele bunte glitzernde Sachen vorgestellt. Darunter der neue MobileMe-Service, der .Mac ablösen wird.
Also hab ich meinen ersten Beitrag dort geschrieben. Der hat zwar gleich mal nen Löschantrag gekriegt, aber das ist wohl nichts ungewöhnliches und er hat auch ganz gute Chancen durchzukommen denk ich.
Und solangsam findet man sich dort auch ganz gut rein und lernt die Gepflogenheiten kennen. Man lernt dass man das Thema über das schreiben möchte erstmal gegen die Relevanzkriterien abprüfen sollte. Man kriegt mit, dass es Löschregeln gibt und dass sich an die meisten dieser Regeln kein Mensch hält. Und dabei hilft es wenn man jemanden kennt, der schon lange WIkipediaadmin ist.
Trotzdem hoff ich in der nächsten Zeit auch wieder mehr Zeit und vor Allem interessante Themen zum bloggen zu haben.
NPD-Verbot? Nee doch nich
Juni 8, 2008
In letzter Zeit wird im Zusammenhang mit der Studie zu rechtsextremen Websites wieder darüber diskutiert, ob man die NPD verbieten sollte. Oft wird dafür argumentiert.
Ich denke nicht, dass das eine gute Idee wäre. Ich bin weit davon entfernt selbst rechts zu sein – Ich habe selbst bei der Marzahn-Hellersdorfer Bezirksvertretung der PDS (Solid) mitgearbeitet. Trotzdem bin ich gegen ein Verbot der NPD.
Das hat verschiedene Gründe. Zum einen kann man sich ja gerade hier in Marzahn-Hellersdorf anschauen wo rechtsextremes Gedankengut am meisten wächst. Den Zulauf bekommen sie hier von den Verlierern der modernen Gesellschaft (das meine ich keineswegs abwertend) – von denen die keinen Job haben, von denen die von Hartz IV leben – von denen, die sich (nicht zu unrecht) als Underdogs der Gesellschaft empfinden.
Und dann kommen Leute, die einem versprechen, dass es Ihnen besser gehen wird – weil sie Deutsche sind. Leute, die Stärke vermitteln – Leute die Underdogs sind.
Und dann wird ein Verbot genau der Partei angestrebt, die das repräsentiert. Was passiert? Rechtsextremismus bekommt ein noch größeres Underdog-Image. Jeder merkt, dass die Gesellschaft Angst vor den Faschos hat und anscheinend die Demokratie nicht für stark genug hält, das Problem Rechtsextremismus zu lösen.
Logisch, dass eine Gruppe vor der man Angst hat stark sein muss und Macht vermitteln muss. Es werden durch das Verbot also zwei Images der rechtsextremen Szene verstärkt. Sorgt man dadurch nicht für mehr Zulauf? Ist das wirklich das Ziel?
Mal abgesehen davon – was passiert wenn die NPD verboten wird? Wohin gehen ihre Mitglieder dann? Ich würde denken, sie gehen in den Untergrund – in die Kameradschaften. Die sind wohl noch wesentlich radikaler als die NPD selbst. Außerdem kann man sie noch weniger kontrollieren, als die NPD.
Deswegen denke ich, dass es wesentlich sinnvoller wäre die NPD nicht zu verbieten – und auch endlich aufzuhören sie zu ignorieren. Ich meine was bringt es wenn Abgeordnete das Parlament bei Ansprachen von NPD-Abgeordneten das verlassen? Das ist doch Kinderkram.
Warum diskutiert man nicht mit den NPD-Abgeordneten? Ihre Argumente halten doch nun wirklich keiner Diskussion stand.
Glauben wir denn wirklich so wenig an unsere Demokratie?
MySpace – on my computer
Juni 6, 2008
Heyho!
Heute ist eine neue NoMule-Version (2008.06.06) erschienen. Zum ersten mal wurde die Version über das NoMule Update-Notificationsystem bekanntgegeben.
Also – was hat sich verbessert?!
NoMule unterstützt MySpace als Mediaprovider. Das heißt, dass nun Videos und Songs von MySpace heruntergeladen werden können. Und es gibt noch was tolles : Videos und Songs können jetzt auch auf MySpace gesucht werden.
Das heißt dass für MySpace nun die gleichen Features bereit stehen, die es auch für YouTube gibt.
Es wurde auch noch ein anderes Thema angegangen – Unterstützung für Unix.
Ich habe mehrere Mails erhalten, dass NoMule unter Unix nicht so läuft wie es sollte. Also habe ich mich heute hingesetzt und ein bisschen rumgebastelt.
NoMule unterstützt jetz also auch die Voransicht von Videos im Browser in Unix und sollte generell besser unter Betriebssystemen dieser Familie laufen.
Falls ihr trotzdem in Probleme mit NoMule rennt schreibt mir ruhig eine Mail. Die Adresse ist:
kenny1987 at users dot sourceforge dot net
Also viel Spaß mit NoMule 2008.06.06 .
Und vielen Dank an Paul und Eric für die hilfreichen Mails
Update : War schon spät gestern, deswegen hab ich was vergessen : Die Dokumentation hat jetzt auch einen Abschnitt über Unix. Darin steht welche Pakete ihr braucht und was es für Tipps und Tricks gibt, wenn ihr NoMule unter Unix nutzt.
Joe Rilla
Juni 4, 2008
Eigentlich schreibe ich ja hier über ganz andere Sachen aber heute will ich mal was über Musik schreiben.
Undzwar über Rap. Speziell geht es um Joe Rilla.
Nachdem die sogenannten Ghettos im Westen speziell Berlins mittlerweile durch Rapper wie Bushido, Fler, B-Tight und Sido schon fast überrepräsentiert sind, hört man aus dem Osten, was problematische Gegenden angeht, verhältnismäßig wenig.
Das zu ändern hat sich Joe Rilla vorgenommen. Auch wenn er mittlerweile in Petershagen wohnt, kommt er ursprünglich vom Helene Weigel Platz im Herzen von Marzahn (da in der Nähe wohn ich auch).
Wenn er von dritter Halbzeit und von richtig Stress mit Faschos spricht, weiß er wovon spricht. All das war in den 90ern in Marzahn nicht unüblich.
Aber zurück zur Musik- die variiert zwischen Gangsta-Rap (wie z.B. „Hart an der Grenze“ mit B-Tight und Tony D aus „Auf der Platte auf der Platte“) und Raps auf meist ziemlich fetten Beats (wie z.B. „Im Schlitten“ auf „Bereit zu Sterben“).
Neben Rap produziert Rilla auch noch mit seiner Firma „Alphabeatz“ Beats für Künstler wie Pyranja oder Harris.
Seit November veröffentlicht Joe Rilla nun seine Alben auf Aggro Berlin und ist seit dem auch etwas bekannter geworden. MTV spielt seinen Track „Der Osten rollt„.
Wollen wir hoffen dass mit ihm nicht das gleiche wie mit Sido und Bushido passiert, deren Musik heute so Mainstream ist dass man sie schon beinahe Pop nennen kann.
And now back to something geeky







