It’s up and running

Mai 30, 2008

Puh – nach langer Arbeit ist das Ergebnis unseres Studienprojektes im Netz und läuft.

Unsere Aufgabe war es für den Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik e.V. eine
Webanwendung zu erstellen, mit der sie die Medien verwalten können die sie so benutzen.

Zugegeben – der Datenbestand ist grausig und sehr schlecht gepflegt. Foreign-Keys zeigen teilweise
ins Leere, aber letztendlich haben wir es doch geschafft die Anwendung heute hochzuladen.

Und jetzt kann man sie hier bestaunen :)

Dem Vorausgegangen ist eine anderthalbstündige Rootpasswort-Suchorgie, weil an unserer Hochschule anscheinend keine Passwortlisten geführt werden und der Prof, der das Rootpasswort kennt, momentan nicht an der Hochschule ist. Toll oder? :S
Naja aber der Admin, der Prof und andere Mitarbeiter haben uns dann zum Glück geholfen, so dass wir das doch noch alles in die richtigen Ordner verschoben wurde und jetzt alles läuft.

Programmiert wurde das ganze übrigens in PHP 5. Dabei haben wir unter Anderem mein MimicPHP-Framework verwendet, was glaub ich ganz gut so war. Da die ganze Anwendung auch Ajax verwendet haben wir uns entschieden clientseitig Prototype.JS zu nutzen, was bei MimicPHP ohnehin mit dabei ist

Die Grafiken wurden letztendlich mit GIMP erstellt, was sich mal wieder als gutes Programm für Webgrafikerstellung bewiesen hat :)

Tja – jetzt muss das ganze nur noch von unserem Auftraggeber abgenickt werden und dann ist der Praxisteil des ersten Studienprojektes fertig.

Yeah :)

Heute hat der Verkehrsausschuss die Bilanzen zur Videoüberwachung von U-Bahnhöfen vorgestellt. Das veranlasste sowohl die BZ (von der man ja nicht so viel anderes erwartet) als auch den RBB zu melden, die Videoüberwachung aller 170 Berliner U-Bahnhöfe sei ein voller Erfolg.

Im Beitrag in der Abendschau sagt dazu die Staatsekretärin für Verkehr, dass sich die Fahrgäste „ein Stück weit sicherer fühlten“. Ein Stück weit? Voller Erfolg? Naja.

Schauen wir doch mal ein Stück zurück und begeben uns in den Oktober 2007. Zu dieser Zeit waren noch nicht alle U-Bahnhöfe überwacht. Eine Videoüberwachung gab es zu diesem Zeitpunkt nur auf drei Linien. Um die Weiterführung dieses Pilotprojekts zu rechtfertigen musste eine Studie angefertigt werden, die den Erfolg des Projektes bewerten sollte.

Daher hat die BVG eine Studie in Auftrag ergeben, die folgendes ergab:

Die gegenwärtige Nutzung rechtfertigt die 24-Stunden-Videoaufzeichnung hinsichtlich bestimmter Delikte wie Angriffe auf Mitarbeiter oder Raub, hinsichtlich Sachbeschädigung oder Taschendiebstahl bislang nicht. Auch ist in Bezug auf die Gesamtheit der gemeldeten Vorfälle bei der gegenwärtigen Nutzung des Instruments keine erhebliche Verbesserung der Sicherheitslage in der Berliner U-Bahn zu erwarten.

Also – keine Sicherheitsverbesserung. Allenfalls bei der Aufklärung im Nachhinein hilft das Ganze.

Mit der ganzen Kiste gibt es im wesentlichen allerdings zwei Probleme:

  1. Es gibt Leute (dazugehöre auch ich), die sich unwohl fühlen, wenn sie auf dem gesamten Weg durch die Stadt überall von Kameras beobachtet werden.
  2. Werden die Kameras auf vielen U-Bahnhöfen statt Sicherheitskräften eingesetzt. Und da liegt das eigentliche Problem. Ich bin mir sicher, dass es weit weniger Delikte auf U-Bahnhöfen gäbe, wenn dort Mitarbeiter vor Ort wären. Dann würde sich auch niemand trauen Leute zusammenzutreten.

    Und soetwas kann auch von noch so vielen Kameras nicht verhindert werden. Wenn man sich vermummt, hat die Kamera Pech.

Und Studien dazu, dass Kameras die Sicherheit nicht erhöhen gibt es auch aus anderen Ländern und Städten wie z.B. London.

Agespoofing

Mai 24, 2008

In Deutschland ist hat jeder über 16-Jährige einen Personalausweis.

Dieser Personalausweis enthält in der sogenannten maschinenlesbaren Zone eine Reihe von Ziffern und Winkeln, die nocheinmal das Wesentliche, was auf dem Ausweis auch im Klartext steht, zusammenfasst.

Dazu gehören:

  • Die ausstellende Behörde
  • Die Nationalität
  • Der Geburtstag
  • Das Ablaufdatum

Mir geht es im folgenden vor Allem um das Geburtsdatum. Oftmals wird diese Personalausweisnummer nämlich zur Altersverifikation genutzt. Es wäre doch schön wenn man nun nicht seine tatsächliche Ausweisnummer angeben müsste, sondern sich eine generieren könnte.

Das geht. Denn die Nummer lässt sich aus den oben genannten Daten und einigen Prüfsummen zusammensetzen. Das „schwierige“ wäre nun also die Prüfsummen zu berechnen. Das ist aber nicht schwer.

Die Personalausweisnummer lässt sich in Blöcke unterteilen, die jeweils durch Winkel bzw. den Nationalitätsbuchstaben (D für Deutschland) begrenzt sind.

Über diese Blöcke wird eine Prüfsumme erstellt. Es wird jeweils die erste, vierte, siebte, … Zahl mit 7 multipliziert, die zweite, fünfte, achte, … mit 3 und die anderen Ziffern mit 1. Dann werden diese Produkte aufsummiert. Die letzte Zahl dieser Summe (also die Summe Modulo 10) entspricht der Prüfsumme.

Der Aufbau der Ausweisnummer ist also folgender (ohne Leerzeichen):

wwww NNNNN p1 D << jj MM dd p2 < JJmmDD p3 <<<<<< pGes

Dabei stehen die Symbole für folgendes:

  • wwww Ist die Behördenkennzahl
  • NNNNN ist eine fortlaufende Nummer
  • p1 ist die Prüfsumme über den ersten Block
  • D ist die Nationalität für Deutschland
  • die folgenden jj MM dd stehen für Jahr, Monat und Tag (jeweils mit führender Null wenn einstellig) des Geburtstages
  • p2 ist die Prüfsumme über den Geburtstag
  • die letzten jj MM dd stehen für Jahr, Monat und Tag (wiederum mit führender Null) des Ablaufdatums
  • p3 ist widerum die Prüfsumme über das Ablaufdatum
  • pGes ist dann die Prüfsumme über alle Blöcke inklusive der Prüfsummen p1, p2, p3 (Das D wird jedoch nicht mitgezählt)

So kann sich also jeder seine eigene Personalausweisnummer berechnen und Altersverifikationssysteme austricksen.

Ein fertiges Programm im C++ Quellcode gibt es dafür auch.

Ok – das wäre fast was für die Serie „Die neuen Terroristen“ in Fefes Blog.

Folgendes ist passiert: In Berlin wurde am 2. Mai an der S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke eröffnet. Er befindet sich ungefähr da, wo vor Kriegsende der Bahnhof Kolonnenstraße war und liegt somit an der Wannseebahn, also an der S1.

Alle haben sich gefreut, es gab ein großes Fest und ich weiß für mich dass ich mir den Bahnhof auf jeden Fall auch anschauen werde, weil Bahnen mich ohnehin interessieren. Nun geschah am 16. Mai (also gerade mal 2 Wochen nach der Eröffnung des Bahnhofs) folgendes:

In der Nacht haben bisher unbekannte Personen den Bahnhof etwas zerlegt. Sie haben Werbevitrinen zertrümmert, das Display von einem Fahrkahrtenautomaten zerstört und auch Scheiben an einem Wartehäuschen eingeschlagen. Echt nicht schön sowas – und einfach nur dumm.

Ungünstigerweise haben sie aber auch noch Schmierereien wie „Schöneberg ist auch ohne Investor geil“ oder auch „Umstrukturierung nicht mit uns“ hinterlassen.

So – und ratet mal was dann passiert ist? Aufgrund der Schmierereien ist dieser Vandalismus eine politisch motivierte Straftat und der Staatsschutz beginnt zu ermitteln. Ja genau der Staatsschutz, der dazu dient die Existenz des Staates zu sichern und der normalerweise z.B. bei Terrorismus oder politisch motivierter Körperverletzung ermittelt.

Ähm – gehts noch? Haben die denn nichts wichtigeres zu tun als nach ein paar Idioten zu fahnden die mit Plänen für die Stadtentwicklung nicht zufrieden sind? Inwiefern gefährdet sowas denn bitte den Staat?!?

… denn NoMule 2008.05.16 ist draußen und es unterstützt Updatenotifications.

Das heißt, dass dir das Programm wannimmer eine neue NoMuleversion da ist darüber bescheid geben wird. Oder auch nicht. Denn du kannst dieses Verhalten auch über Einstellungen ausschalten.

Zu den Einstellungen, die du jetzt über ein Configfile machen kannst gehören:

  • Automatische Updatesuche ein/ausschalten
  • Den Familyfilter, der die Anzeige von Porncommunities unterdrückt, ein oder ausschalten

Kürzlich gab es ein paar Probleme mit YouTube, Google Video und Dailymotion, da die Seite die für die Linkumwandlung genutzt wird ihre URL geändert hat. Diese Probleme wurden mit der neuen Version behoben.

Es wurde auch ein neuer Medienprovider hinzugefügt. MySpass (dämlicher Name oder?!). Das ist die Videocommunity von Brainpool. Da gibts dann so Commedians wie Bastian Pastewka oder Axel Stein.

Wie immer könnt ihr NoMule nun hier herunterladen.

Du willst dieses Lied auf deinem iPod haben. Also gehst du ins Internet und suchst dir den Song bei Youtube und lädst ihn dann mit NoMule runter indem du den Link kopierst und einfügst?

So ging es bisher. Seit heute kannst du direkt in NoMule suchen.

NoMule unterstützt nun also den kompletten Workflow vom Suchen des Videos bis zum Umwandeln in ein Format deiner Wahl und Taggen in einem Programm.

Momentan wird das Suchen auf zwei Webseiten unterstützt. Das sind:

  • YouTube
  • YouPorn

Wie immer kann man sich das ganze bei Sourceforge herunterladen. Have fun :)

An alle Amerikaner über 85: Euer Leben ist weniger wert als das von anderen Mitbürgern!

Das könnte man zumindest aus einem Paper, welches aktuell in Amerika veröffentlicht wird herauslesen.

Hintergrund ist folgender: Ärzte von großen Universitäten, dem Militär, dem Department of Homeland Security und anderen haben ein Paper erstellt. Darin geht es um die Frage wie zu verfahren ist, wenn eine Pandemie bzw. ein Fall auftritt bei dem sehr viele Menschen gleichzeitig behandelt werden müssen. So viele, dass die Medikamente oder die Anzahl der Angestellten nicht ausreicht.

Diese Ärzte haben nun niedergeschrieben um wen sich in einem solchen Fall nicht gekümmert werden soll. Dazu gehören:

  • Leute, die älter als 85 Jahre sind
  • Leute mit ernsten Brandschäden, die älter als 60 sind
  • Leute mit ernsten geistigen Einschränkungen
  • Leute mit chronischen Krankheiten (wie bspw. Lungenschäden)

Ich glaube zwar, dass klare Handlungsanweisungen für einen solchen Fall nötig sind – aber die Frage wer behandelt werden soll und wer nicht gehört darin sicherlich nicht diskutiert.

Nee oder?!

Mai 5, 2008

Also ich mein dass Bild jetz nich grad das Premium-Medium ist is klar.

Aber sowas hier auf Bild.de:

Das geht ja nun mal garnicht.

Mit der neuen Version (2008.05.04) wird der Download und das Umwandeln von Videos von deutschen Fernsehsendern unterstützt.

Es können von nun an von den Webseiten der folgenden Fernsehsender Videos genutzt werden:

Außerdem wird auch das Videoportal von SpiegelOnline nun unterstützt.

Wie gewohnt können die Videos einfach nur heruntergeladen, in iPod-kompatibles MP4 oder auch als Soundstream als MP3 gespeichert werden. Wenn man möchte kann man auch eigene Ausgabeformate einbringen.

Im Film 21, den ich neulich gesehen habe wurde ein mathematisches Problem erwähnt, welches mir zum ersten Mal auf dem Vortrag ‘Absurde Mathematik‘ von Anoushirvan Dehghani, der auf dem 24C3 gehalten wurde begegnet ist.

Es geht dabei um das sogenannte Ziegenproblem. Die Situation dabei ist folgende:

Ihr spielt ein Spiel. Dabei habt ihr die Chance ein Auto zu gewinnen. Das ist toll :)
Und so funktioniert das Spiel: Ihr steht vor drei Toren. Hinter zwei dieser drei Tore befindet sich eine Ziege. Hinter dem dritten aber ist euer Auto.

Nun sollt ihr eine Tür auswählen. Der Spielleiter öffnet dann eine andere Tür hinter der eine Ziege steht.

Er gibt euch dann die Chance erneut zu wählen. Entweder bleibt ihr bei eurer Tür oder ihr ändert eure Wahl.

Die Frage ist nun – was bringt euch mehr? Die Wahl zu ändern oder dabei zu bleiben?

Ich habe das ganze mal in einem Programm modelliert, welches diesen Versuch hunderttausendmal mit Wechsel und hunderttausendmal ohne Wechsel durchführt. (Man kann sich das Programm hier anschauen)

Das Ergebnis ist nun folgendes:

Häufigkeit ohne Wechsel: 32942
Häufigkeit mit Wechsel: 66922

Das heißt die Chance mit Wechsel zu gewinnen liegt bei circa 2/3, während die Chance ohne Wechsel bei 1/3 liegt.

Das verwirrt oder? Man würde doch eine gleiche Häufigkeit erwarten. Also – warum ist das so?

Schauen wir uns doch mal die Wahrscheinlichkeiten anhand eines Baumes an.
A, B und C sollen die Tore sein. Der Spieler wählt das Tor A (lila) aus. Der Spielleiter öffnet dann das Tor C hinter dem eine Ziege steht.

Das Ziegenproblem als Baum

Alle drei Tore haben zunächst die gleiche Gewinnwahrscheinlichkeit. Sie ist 1/3. Wählt der Spieler nun ein Tor, so hat dieses die Wahrscheinlichkeit 1/3, die anderen Tore haben zusammengenommen die Wahrscheinlichkeit 2/3.

Nun wird eines der beiden anderen Tore als falsch gekennzeichnet (hier Tor C) und entfällt somit. Damit hat das eine Tor, welches noch übrig bleibt von den beiden anderen (hier als B gekennzeichnet) die Gewinnwahrscheinlichkeit von 2/3, während das Tor welches man zu Beginn ausgewählt hat noch immer die Gewinnwahrscheinlichkeit von 1/3 hat.

Diese Zahlen bestätigen sich auch durch das Programm. Irgendwie verblüffend, wie sehr die Mathematik manchmal der Intuition widerspricht.