Richard Stallman in Berlin

Februar 18, 2008

Heute war ich zusammen mit meiner Freundin beim Vortrag von Richard Stallman, dem Gründer des GNU Projekts im media center Atrium. Auch wenn freie Software mehr wie freie Rede als wie Freibier gemeint ist, war der Eintritt prinzipiell kostenlos – allerdings wurde um eine Spende von 5 Euro gebeten.

Irgendwann so gegen 19:30 kam er dann auch auf die Bühne und fing an zu erzählen, warum freie Software gut und alles andere böse und unmoralisch ist und warum Steve Jobs und Bill Gates in den Knast gehören (Seiner Meinung nach). Man mag nun seine Meinung in aller Radikalität teilen oder nicht – ich habe für mich festgestellt, dass manches was er sagt wirklich Sinn macht, wenn man die Betrachtung von Software auf eine nicht technische und nicht wirtschaftliche Ebene herunterbricht, sondern sie als Wissen ansieht.

Nach dem Ende seines Vortrages kam dann der lustige Teil, als er den geschätzten 50-100 Zuhörern sein Alter Ego präsentierte. Der Mann nennt sich selbst den „Heiligen IGNUcius“ von der Kirche Emacs und trägt eine alte Festplatte, die jetzt ein Heiligenschein ist auf dem Kopf. Um seiner Kirche beizutreten muss man laut ihm nichts tun außer 3 Mal zu sagen:

„There is no system but GNU, and Linux is one of its kernels.“

Sehr merkwürdig – aber zeitweise doch recht unterhaltsam.